Konjunktur : Rezessionsgefahr für Europa nimmt zu

Die Wirtschaft in der Eurozone muss im zweiten Quartal des Jahres einen Rückschlag einstecken, denn sie ist geschrumpft. Die Gefahr einer Rezession wächst damit zusehends.

Brüssel/LuxemburgGegenüber den drei Vormonaten sank das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone um 0,2 Prozent, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit und bestätigte damit eine eigene Schätzung von Mitte August. In der gesamten EU mit 27 Staaten beträgt das Minus 0,1 Prozent. Im ersten Quartal hatte es noch ein Plus gegeben; 0,7 Prozent in der Eurozone und 0,6 Prozent in der EU.

Die Eurostat-Zahlen bestätigen die Rezessionsgefahr für Europa. Viele Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaft in zwei Quartalen hintereinander schrumpft. Den Europäern machen die hohe Inflation, hohe Energiepreise und die Folgen der internationalen Finanzkrise zu schaffen.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs die Wirtschaft der Eurozone von April bis Ende Juni um 1,4 Prozent, in der EU um 1,6 Prozent. Im Vorquartal hatten die Werte für die Eurozone 2,1 Prozent und für die EU 2,3 Prozent betragen. (imo/dpa)

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