Konjunktur : Steinbrück rechnet 2006 mit 2,5 Prozent Wachstum

Deutschlands Wirtschaftleistung wird nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück im zu Ende gehenden Jahr um mindestens 2,5 Prozent wachsen. Das Staatsdefizit für 2006 liege bei nur 2,1 Prozent.

Paris - Mit diesem Ergebnis habe noch zu Jahresbeginn niemand gerechnet, sagte Steinbrück beim deutsch-französischen Finanz- und Wirtschaftsrat in Paris. Vergangene Woche hatte Berlin den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in der größten Volkswirtschaft der Eurozone im laufenden Jahr noch auf 2,3 Prozent geschätzt.

Die wirtschaftliche Situation entwickle sich sowohl in Deutschland als auch in Frankreich positiv, die Steuereinnahmen stiegen stetig an, sagte der Bundesfinanzminister weiter. Steinbrück erinnerte, dass er den EU-Partnern in Brüssel ein voraussichtliches Staatsdefizit von 2,1 Prozent für 2006 gemeldet habe. Die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung ab Januar würden abgemildert, wenn es 2007 ein gutes Wachstum von mehr als zwei Prozent gebe.

Über den jüngsten Anstieg des Euro zeigte sich Steinbrück betont gelassen: Die Wechselkurse würden von den Märkten bestimmt, sagte der SPD-Politiker und sprach sich gegen politische Interventionen aus. Die Staaten sollen aber ihre gemeinsame Wachsamkeit zum Ausdruck bringen. Brutale Veränderungen könnten die Wirtschaft beeinflussen, warnte er. Der Partner Frankreich hatte sich angesichts des Euro-Anstiegs dagegen mehrfach besorgt gezeigt. (tso/AFP)

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