Wirtschaft : Konjunkturaussichten: Deutsche Inflationsrate geht im März leicht zurück

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im März trotz steigender Nahrungsmittelpreise verlangsamt. Die Inflationsrate sei auf 2,5 von 2,6 Prozent im Vormonat gesunken, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Monatsvergleich ging die Teuerungsrate zudem deutlich von 0,6 auf 0,1 Prozent zurück. "Die Zahlen weisen auf eine Umkehr der Inflationsentwicklung in Europa hin", sagte Uwe Angenendt von der BHF Bank. Angesichts dieser Zahlen seien die Aussichten für eine Zinssenkung sehr gut. Angenendt geht davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen bei ihrem nächsten Treffen um wenigstens 25 Basispunkte senken wird. Die überwiegende Mehrheit der Volkswirte rechnet allerdingsnicht mit einer Zinssenkung der EZB auf ihrer nächsten Ratssitzung am 29. März. Nur zehn der 50 befragten Volkswirte erwarten, dass die Notenbanker bereits zum Monatsende handeln werde, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Der Euro notierte nach Veröffentlichung der Zahlen unverändert bei 0,8930 Dollar.

Wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten und den schwachen Aktienmärkten in der Euro-Zone und den USA waren die Rufe an den Finanzmärkten nach einer Zinssenkung zuletzt lauter geworden. Dieser Druck hatte sich noch verstärkt, nachdem die US-Notenbank den Schlüsselzins am Dienstag erneut um 50 Basispunkte auf nunmehr 5,00 Prozent gesenkt hatte. EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing hatte zuletzt deutlich auf die verschlechterten Konjunkturaussichten und die rückläufigen Inflationserwartungen in der Euro-Zone hingewiesen und damit die Möglichkeit einer baldigen Zinssenkung angedeutet.

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