Konjunkturbericht : Das Handwerk profitiert vom Wachstum

Dank der guten Konjunktur geht es dem Handwerk so gut wie lange nicht mehr. Der Geschäftsklimaindex sei auf den höchsten Wert seit zehn Jahren geklettert.

Berlin/Mainz - Laut ZDH-Konjunkturbericht nennt jeder dritte Handwerksbetrieb seine Geschäftslage gut, nur noch jeder fünfte bezeichnet sie als schlecht. Konjunkturmotor sei die Bauwirtschaft, gefolgt vom Handwerk im gewerblichen Bedarf, teilte der Generalsekretär des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH), Hanns-Eberhard Schleyer, mit. Der seit Jahren "dramatische" Stellenverlust könne nun zumindest gestoppt werden, sagte Schleyer der Mainzer "Allgemeinen Zeitung".

Noch im Frühjahr hatten mehr als ein Drittel der Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage als schlecht bezeichnet. Insgesamt bewerteten im Konjunkturbericht "Handwerk Herbst 2006" 80 Prozent der Betriebe ihre Lage als zumindest zufriedenstellend.

"Wir werden zwar in diesem Jahr keinen Beschäftigungsaufbau schaffen, dennoch können die dramatischen Stellenverluste der vergangenen Jahre gestoppt werden", sagte Schleyer. Halte der positive konjunkturelle Trend an, rechne er mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahl bis Jahresende "von 30.000 bis 50.000". Im vergangenen Jahr waren im Handwerk noch knapp 140.000 Arbeitsplätze gestrichen worden.

Der ZDH-Generalsekretär relativierte die guten Zahlen allerdings. Im Vergleich zu vor fünf Jahren, dem Beginn der Rezession, mache das Handwerk heute rund 65 Milliarden Euro weniger Umsatz und habe mehr als eine Million Beschäftigte verloren. (tso/AFP)

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