Wirtschaft : Konjunkturentwicklung am Arbeitsmarkt vorbei

Strukturelle Arbeitslosigkeit steigt

PARIS (rtr).Die strukturelle Arbeitslosigkeit hat in Deutschland nach einer Studie der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) zugenommen.Im vergangenen Jahr habe die strukturelle Arbeitslosenquote bei 9,6 Prozent gelegen, heißt es in einem am Montag in Paris veröffentlichten OECD-Bericht, der allerdings Vergleichszahlen nur für Westdeutschland nennt.In den neunziger Jahren sei die Quote in elf Mitgliedstaaten der OECD angestiegen.Die strukturelle Arbeitslosenquote ist um konjunkturelle Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt bereinigt.Für eine Besserung auf dem deutschen Arbeitsmarkt empfiehlt der Bericht eine stärkere Deregulierung.Die Dauer der Arbeitslosen-Unterstützung solle verringert werden.Stattdessen sollten die Mittel für die Förderung von geringer bezahlter Arbeit eingesetzt werden.Außerdem sollten der Vorruhestand zurückhaltender gehandhabt sowie Steuern und Lohnnebenkosten gesenkt werden.Im Durchschnitt aller OECD-Länder hat die strukturelle Arbeitslosenquote 1996 bei 7,1 Prozent gelegen.1990 betrug sie 6,8 und 1986 7,0 Prozent.Die Gesamt-Arbeitslosenquote habe 1996 bei 7,7 Prozent gelegen, heißt es in dem Bericht.

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