KONJUNKTURERHOLUNG : Haushaltsdefizit geringer als befürchtet

Die deutsche Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) wird heute seine

Wachstumsprognose, die bislang bei minus sechs Prozent lag, um rund einen Prozentpunkt nach oben korrigieren. Auch der Handelsblatt-Barclays-Indikator, den die britische Barclays-Bank für das „Handelsblatt“ berechnet,

signalisiert deutliches Wachstum. Das

Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird danach um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal zulegen – und damit stärker als gedacht.

Das kräftigere Wachstum dürfte Deutschland ein

EU-Defizitverfahren ersparen. Berechnungen des IfW zeigen, dass Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen im laufenden Jahr nur neue Schulden in Höhe von rund 2,75 Prozent des BIP machen werden. Die EU schreibt maximal drei Prozent vor. Die Bundesregierung rechnet bislang offiziell mit einer Defizitquote von vier Prozent. Für 2010 erwartet das IfW ein Defizit von 4,5 Prozent. HB

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