Wirtschaft : Konkurrenz aus Fernost macht Druck

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Mit unterschiedlichem Erfolg kämpfen deutsche Hersteller von Unterhaltungselektronik seit Jahren gegen die Konkurrenz aus Fernost. Mit Grundig meldete im letzten Jahr ein weiterer traditionsreicher Hersteller Insolvenz an. Nachdem sich kein Interessent für den Gesamtkonzern gefunden hatte, wird Grundig jetzt zerlegt. Noch zu haben ist die Sparte Unterhaltungselektronik. Schon vor der Insolvenz wurde ein Großteil dieser GrundigProdukte von Fremdfirmen in der Türkei und Asien produziert.

Besser sieht es bei Blaupunkt aus. Mit der Produktion von Autoradios ist das Bosch-Tochterunternehmen zu einem wichtigen Zulieferer vieler großer Auto-Hersteller geworden. Autoradios werden in den firmeneigenen Werken in Malaysia und Portugal hergestellt. Am Hauptsitz in Hildesheim fertigt Blaupunkt zudem die immer stärker gefragten satellitengestützten Navigationssysteme. Schon Anfang der 80er Jahre aus der Unterhaltungselektronik zurückgezogen hat sich indes Braun – heute sind Reisewecker und Rasierapparate die bekanntesten Produkte. Seit 1967 gehört das Unternehmen zu Gillette. Auch die Firma Dual ist Geschichte. Vor mehr als zwanzig Jahren musste sie Insolvenz anmelden. 1986 kaufte Karstadt die Markenrechte und vertreibt seitdem in Asien gefertigte Dual-Geräte als Eigenmarke. zak

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