Wirtschaft : Konsum stabilisiert Konjunktur Bundesbank erwartet aber nachlassendes Wachstum

Frankfurt am Main - Getragen vom privaten Konsum und dem starken Wohnungsbau wird die deutsche Wirtschaft nach einer Prognose der Bundesbank im zweiten Halbjahr weiter wachsen. Nach dem von Nachholeffekten geprägten Frühjahrsquartal dürfte der Schwung aber nachlassen, schreibt die Bank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Zumal die Unternehmen ihre Investitionen nicht spürbar ausweiten dürften, so lange die Schuldenkrise nicht überwunden ist. „Bis dahin wird die Konjunktur in Deutschland zu einem erheblichen Teil vom privaten Konsum und vom Wohnungsbau zu tragen sein.“

Im zweiten Quartal wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7 Prozent zum Vorquartal. Zusammen mit Frankreich zog Deutschland damit auch die Euro-Zone aus der längsten Rezession ihrer Geschichte.

Vor allem der private Konsum wird nach Überzeugung der Notenbank weiterhin einen deutlichen Beitrag zum Aufschwung in Deutschland leisten: „Dafür spricht das außerordentlich günstige Konsumklima, das sich in den letzten Monaten kontinuierlich verbessert hat.“ Auch von der Wohnungsnachfrage gingen nach wie vor kräftige Impulse aus, schreibt die Bundesbank. Hingegen entwickelte sich die gewerbliche Baunachfrage nach wie vor eher gedämpft. Dass die seit bald zwei Jahren schwächelnde Investitionsbereitschaft der Unternehmen bald wieder anzieht, glauben die Notenbanker hingegen nicht. „Eine nachhaltige Belebung der inländischen Investitionstätigkeit ist wohl erst zu erwarten, wenn sich die wirtschaftlichen Perspektiven für die Euroländer nachhaltig verbessern“, schreibt die Bundesbank. dpa

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