Wirtschaft : Konsum statt Export

China leitet Wirtschaftsreformen ein.

Peking - In China deuten sich umfangreiche Wirtschaftsreformen an. Ein einflussreiches Beratergremium der Regierung empfahl einem Medienbericht zufolge unter anderem, für mehr Wettbewerb im Energiesektor und bei der Bahn zu sorgen. Die Monopolstellung der Staatskonzerne behindere die Wirtschaft zunehmend, meldete die amtliche Nachrichtenagentur China News Service am Montag.

Auch eine Landreform sei nötig, um die wachsenden Verwerfungen bei den Grundstückspreisen zwischen Stadt und Land auszugleichen und den Bauern mehr Rechte für den Boden einzuräumen, den sie bestellen. Zudem habe das Entwicklungsforschungszentrum des Staatsrates die Schaffung eines Sozialversicherungssystems vorgeschlagen.

Ob die Vorschläge schon beim Treffen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei im nächsten Monat beraten werden, war zwar zunächst unklar. Allerdings hat bereits am Wochenende ein hochrangiger Politiker weitreichende Wirtschafts- und Sozialreformen bei dem Treffen der 200 Mitglieder der Parteiführung angekündigt. Der neue Bericht schüre nun die Erwartungen an das Treffen, erläuterte ING-Analyst Tim Condon.

China baut seine Wirtschaft derzeit um. Die Regierung will die Abhängigkeit von der Exportwirtschaft verringern und den Binnenkonsum stärken. Dafür nimmt sie auch schwächere Wachstumsraten in Kauf.

Chinas Wirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich um 7,6 Prozent wachsen, die niedrigste Jahreswachstumsrate seit mehr als zwei Jahrzehnten. rtr

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