Konsum : Weniger Geld für Weihnachtsgeschenke

Die Verbraucher in Deutschland wollen in diesem Jahr durchschnittlich 221 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben und damit deutlich weniger Geld als im Vorjahr. Damals ließen sich die Verbraucher die Präsente im Durchschnitt 246 Euro kosten.

Berlin - och im Kurs stehen nach wie vor Bücher. 59 Prozent wollen Freunden und Verwandten damit eine Freude bereiten, ergab eine Umfrage der Unternehmensberatungsgesellschaft Ernst & Young unter 2000 Personen. Auch Gutscheine (52 Prozent) und Kleidung (50 Prozent) werden häufiger unter dem Weihnachtsbaum zu finden sein. „Die drohende Wirtschaftskrise dämpft die Kauflaune erheblich“, heißt es in der Studie.

Für Geld oder Geschenkgutscheine werden mit durchschnittlich 36 Euro die höchsten Ausgaben veranschlagt. Hier zeigen sich Frauen deutlich spendabler als Männer, die hingegen mehr Geld für Unterhaltungselektronik und Schmuck ausgeben wollen. Auch insgesamt planen Frauen mit teureren Geschenken – sie planen für ihre Präsente durchschnittlich 224 Euro ein (Männer: 216 Euro). Es gibt auch regionale Unterschiede beim Schenkverhalten: So wollen die Ostdeutschen mit 237 Euro im Durchschnitt weitaus mehr Geld ausgeben als die Westdeutschen (217 Euro). Mit durchschnittlich 256 Euro greifen die Verbraucher in Sachsen am kräftigsten in den Geldbeutel, am sparsamsten geben sich die Baden-Württemberger mit 188 Euro. Am wichtigsten sind den deutschen Weihnachtsmännern Qualität (81 Prozent) und Funktionalität (69 Prozent) der Geschenke. Den Umweltschutz beachten 42 Prozent bei ihrer Geschenkauswahl. Nur knapp jeder Fünfte gab an, dass die Marke eine wichtige Rolle beim Kauf spielt.

Beim Hauptverband des Deutschen Einzelhandels gibt man sich derweil weiterhin zuversichtlich. Noch habe die Krise den Einzelhandel nicht erreicht. Das Marktforschungsinstitut GfK rechnet gar mit einem leichten Zuwachs des privaten Verbrauchs. „Wir erwarten, dass der Konsum bescheiden zum Wachstum beitragen kann“, sagt Gfk-Chef Klaus Wübbenhorst. Es gebe immer noch viele Bürger, die sich etwas leisten können. Daher sehe er nicht schwarz für das Weihnachtsgeschäft. dpa

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