Wirtschaft : Konsumgenossenschaft findet keinen Retter

-

(dpa). Für die Konsumgenossenschaft Berlin ist die Insolvenz eröffnet worden. Die bisherigen Sanierungsverhandlungen seien gescheitert, da die gegensätzlichen Interessen der Gläubiger nicht ausgeglichen werden konnten, teilte Insolvenzverwalter Wolfgang Schröder mit. Die seit Oktober vergangenen Jahres vorliegende Zahlungsunfähigkeit bestehe daher fort. Die Genossenschaft mit rund 190 000 Mitgliedern sei bei den Banken mit etwa 111 Millionen Euro verschuldet. Der Umsatz belaufe sich auf rund 30,2 Millionen Euro. Allein Ende Februar habe die Finanzierungslücke 3,8 Millionen Euro betragen. Diese sei auch nicht durch die Sanierungsverhandlungen geschlossen worden. Hauptursache für die Zahlungsunfähigkeit sei, dass im schwierigen Immobilienmarkt in Berlin und Brandenburg die Ausgaben der Genossenschaft nicht durch die Einkünfte aus der Vermietung gedeckt werden konnten. Daraus resultiere der Verlust von 76 Millionen Euro für das Jahr 2002.

0 Kommentare

Neuester Kommentar