Konsumklima : Einzelhandel hofft auf Trendwende

Der deutsche Einzelhandel setzt nach einem erneut schleppenden Geschäft im Juli auf eine Trendwende im Herbst. Die Umsätze sanken zuletzt um 1,5 Prozent.

Einzelhandel
"Gravierender Schaden durch die Mehrwertsteuererhöhung". -Foto: AFP

Wiesbaden "Der Einzelhandel hat den Durchbruch noch nicht geschafft, wir setzen voll auf die letzten vier Monate, um dieses Jahr noch rauszureißen", sagte der Sprecher des Einzelhandelsverbandes HDE, Hubertus Pellengahr. Im Juli sank der Umsatz der Branche nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 0,9 Prozent und real (preisbereinigt) um 1,5 Prozent, obwohl beide Monate 26 Verkaufstage hatten. Im Vergleich zum Juni 2007 stiegen die Erlöse zwar sowohl nominal wie real leicht um 0,3 Prozent. Doch insgesamt setzte der Einzelhandel in den ersten sieben Monaten dieses Jahres nominal 1,0 Prozent und real 1,6 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Schleppend lief im Juli das Geschäft mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren. Den größten realen Umsatzzuwachs binnen Jahresfrist erzielte der Facheinzelhandel mit Büchern und Schmuck (plus 5,4 Prozent).

"Die Mehrwertsteuererhöhung hat doch gravierenderen Schaden angerichtet", sagte Pellengahr mit Verweis auf die Erhöhung der Steuer zum Jahresbeginn von 16 auf 19 Prozent. Optimistisch für die nächsten Monate stimmt den Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), dass die Arbeitslosenzahl sinke, es damit mehr potenzielle Käufer gebe und viele Menschen dank kräftiger Tariferhöhungen wieder mehr Geld in der Tasche hätten. Für das Gesamtjahr strebt die Branche ein nominales Umsatzplus von 1,0 Prozent an. (mit dpa)

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