Konsumklima : Kauflust kühlt sich zu Jahresbeginn ab

Die Mehrwertsteuererhöhung wird einer Studie zufolge zu Jahresbeginn für eine spürbare Abkühlung des Konsumklimas sorgen. Dennoch werden die konjunkturellen Aussichten optimistisch eingeschätzt.

Nürnberg - Vor allem die Erwartung der Verbraucher an die weitere Einkommensentwicklung sei deutlich getrübt, berichtete das Marktforschungsinstitut GfK in seiner monatlichen Konsumklimastudie in Nürnberg. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent werde von den Bürgern als drastische Belastung für die Kaufkraft betrachtet. Dagegen würden die Konjunkturaussichten wesentlich optimistischer eingeschätzt.

Der Indikator für das Konsumklima sinkt nach GfK-Angaben auf 8,7 Punkte im Januar nach 9,2 Punkten im Dezember. Höhere Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge sowie wegfallende Steuervorteile verschärften die Skepsis der Bürger.

Der Ost-West-Vergleich zeige zudem, dass sich die Konsumenten in den neuen Bundesländern weniger optimistisch äußerten als die in Westdeutschland. So fielen die Rückgänge bei der Einkommenserwartung und der Anschaffungsneigung weit drastischer aus als im Westen. "Damit hat sich die Schere zwischen beiden Regionen Deutschlands zum Jahresende wieder stärker geöffnet", berichtete die GfK. (tso/dpa)

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