Konsumklima : Verbraucher sind trotz Optimismus zurückhaltend

Die deutsche Wirtschaft hat die tiefste Krise der Nachkriegszeit überwunden, lesen die Konsumklima-Forscher aus ihren jüngsten Zahlen. Das nehmen demnach auch die Verbraucher so wahr. Mehr kaufen wollen sie deshalb nicht - eher im Gegenteil.

Das Konsumklima in Deutschland verbessert sich. Nachdem der seit November 2009 andauernde Abwärtstrend bereits im April zum Erliegen gekommen war, nahm der Konsumklima-Wert der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für Mai auf 3,8 Zähler zu. Im Vormonat hatte er noch bei revidiert 3,4 Punkten gelegen. Die Voraussetzungen stünden günstig, dass sich diese Entwicklung fortsetze, teilte die GfK am Dienstag in Nürnberg mit.

Die Signale für eine Erholung der deutschen Wirtschaft würden stärker, erläuterten die Konsumforscher. Es sehe so aus, als ob die deutsche Wirtschaft die Krise hinter sich gelassen habe und sich nun nach und nach aus der tiefsten Rezession der Nachkriegszeit herausarbeite. Dies nähmen auch die Verbraucher wahr und beurteilten die Konjunkturentwicklung positiver als in den Vormonaten - zumal die Zahl der erwarteten Arbeitslosen nach unten korrigiert wurde.

Auch ihre eigene künftige Finanzlage schätzten die Bürger unter diesem Eindruck optimistischer ein. Die Einkommenserwartung stieg kräftig auf den höchsten Wert seit neun Jahren. Allerdings schlug sich das vorerst nicht in einer höheren Anschaffungsneigung nieder: Die Kauflaune ging aufgrund der gestiegenen Preise für Heizöl und Benzin sogar leicht zurück. Im Vergleich zum Vorjahr jedoch legte dieser Wert deutlich zu. (sf/dpa)

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