Wirtschaft : Konzern dementiert Verkaufsabsichten - Neuorganisation geplant

Die Pharmasparte des Chemiekonzerns BASF soll mit einer grundlegenden Neuorganisation wesentlich profitabler werden. Ziel sei eine Steigerung der Umsatzrendite um 15 bis 20 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre, sagte BASF-Vorstandsmitglied Eggert Voscherau am Montag in Ludwigshafen. Für die Zukunft der im internationalen Vergleich eher kleinen Pharmasparte halte sich die BASF alle "denkbaren Optionen" offen. Momentan jedoch sei ein Verkauf nicht geplant: "Wir wollen BASF Pharma, und wir wollen BASF Pharma erfolgreich." Der Umsatz der Pharmasparte stieg vorläufigen Zahlen zufolge im vergangenen Jahr von 2,3 Milliarden auf etwa 2,5 Milliarden Euro (fünf Milliarden Mark). Vom Umsatz her habe BASF Pharma 1998 international auf Rang 22 gelegen.

Noch in diesem Jahr will die BASF, wie bereits berichtet, eine Holding gründen, in der das Pharmageschäft unter einem Dach gebündelt wird. Ob die Holding in Deutschland angesiedelt sein wird, machte Voscherau davon abhängig, "ob unser Finanzminister seine Versprechen hält". Die neue Pharma-Leitung mit etwa 20 bis 25 Mitarbeitern soll von London aus die strategische Führung übernehmen. Ertrag und Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen seien 1999 um je ein Drittel gestiegen, sagte Thorlef Spickschen, der Chef des neuen Leitungsgremiums. Konkrete Zahlen nannte er nicht. 1998 hatte das Vorsteuerergebnis bei knapp 345 Millionen Euro (670 Millionen Mark) gelegen, das Betriebsergebnis bei 75 Millionen Euro. Mit der Ertragsentwicklung sei man noch nicht zufrieden.

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