Konzerne : China schließt zur Weltspitze auf

VW ist einer Studie zufolge der größte deutsche Konzern. Das ist nicht weiter verwunderlich. Bemerkenswert ist eher, wie sich in der Wirtschaftskrise die Gewichte in der Welt von West nach Ost zu verlagern scheinen.

WashingtonWashington - Chinesische Konzerne erobern einer Studie zufolge zunehmend die Spitze der Weltwirtschaft. Zu den 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt gehörten 2008 insgesamt 37 Konzerne aus der Volksrepublik und damit so viele wie nie zuvor, wie aus der jüngst veröffentlichen Rangliste Fortune 500 des US-Magazins „Fortune“ hervorgeht. Der Anteil von US-Firmen war dagegen so niedrig wie nie zuvor.

Dennoch blieben die USA in dem viel beachteten Ranking mit insgesamt 140 der 500 umsatzstärksten Unternehmen die weltweite Nummer eins. Zweitwichtigste Nation war Japan mit 68 Unternehmen, gefolgt von Frankreich (40 Konzerne) und Deutschland auf der vierten Position (39 Unternehmen).

Zu den wichtigsten deutschen Unternehmen gehörte Volkswagen, auf Rang 14 der umsatzstärksten Firmen der Welt noch vor dem Versicherungskonzern Allianz (Platz 20) und dem Autobauer Daimler (Platz 23). Weitere wichtige deutsche Unternehmen waren der Energiekonzern Eon (Platz 26), der Technologiekonzern Siemens (Platz 30) und die Kaufhof-Mutter Metro (Platz 50).

Die Liste der weltgrößten Unternehmen wird mehrheitlich von Öl-Konzernen dominiert. Sieben der zehn Spitzenunternehmen 2008 waren Mineralöl-Gesellschaften. Platz eins belegte die britisch-niederländische Royal Dutch Shell mit einem Umsatz von 458 Milliarden US-Dollar (330 Milliarden Euro). Auf Rang zwei landete die US-Gesellschaft Exxon Mobil mit knapp 443 Milliarden Dollar Umsatz, gefolgt vom Supermarktkonzern Wal-Mart mit 406 Milliarden Dollar. Volkswagen setzte knapp 167 Milliarden Dollar um.

Mit dem staatlichen chinesischen Energiekonzern Sinopec landete erstmals ein Unternehmen aus China in den Top 10 der umsatzstärksten Unternehmen. Zudem wurde die Liste infolge der internationalen Krise zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt nicht von einem US-Konzern angeführt. AFP

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