Wirtschaft : Kooperation von Opel und Fiat: Allianz soll keine Jobs kosten - Wieder Warnstreiks

Durch die geplante Allianz des Autokonzerns General Motors mit dem italienischen Hersteller Fiat soll es bei der Adam Opel AG keine Entlassungen geben. Personalvorstand Norbert Küpper teilte am Donnerstag in Rüsselsheim mit, bei der geplanten Gründung von Gemeinschaftsunternehmen mit Fiat etwa im Bereich Einkauf und Aggregate solle es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Außerdem sollten bei den davon betroffenen Mitarbeitern Bezahlung und soziale Leistungen wie Krankengeld oder Fahrzeugverkauf an Werksangehörige erhalten bleiben. Dies wolle Opel für fünf Jahre garantieren.

Auch am Donnerstag legten wieder Opel-Arbeiter die Arbeit nieder. Nach Angaben eines Konzernsprechers waren es rund 3400 Beschäftigte der Frühschicht im Werk Bochum. Der Vorstand wolle bei den Verhandlungen in Rüsselsheim unter anderem eine fünfjährige Garantie für die sozialen Besitzstände für die betroffenen Mitarbeiter anbieten, sagte der Sprecher. Auch in den vergangenen Tagen hatte es Proteste wegen befürchteter negativer Auswirkungen der Allianz von GM mit Fiat gegeben, Schwerpunkte waren die Werke Bochum, Rüsselsheim und Kaiserslautern. Der Betriebsrat hält letztlich auch eine Zerschlagung von Opel für nicht ausgeschlossen.

Arbeitsdirektor Norbert Küpper erklärte weiter, Opel habe auch die Absicht, das Vertretungsrecht der Betriebsräte und des Opel-Aufsichtsrats auf die geplanten Gemeinschaftsunternehmen mit Fiat auszudehnen. "Die Anliegen der Mitarbeiter werden in vollem Umfang in den Entscheidungsprozess einbezogen", erklärte er. Opel wolle jedoch die Chancen der geplanten Kooperation mit Fiat optimal nutzen. Dadurch würden Marktanteile und Arbeitsplätze gesichert.

Am Donnerstag sollten die Verhandlungen zwischen der Opel-Führung und dem Betriebsrat über die Auswirkungen der Kooperation mit Fiat beginnen. Im Rahmen der Allianz will der Opel-Mutterkonzern GM 20 Prozent der Anteile der Autosparte von Fiat übernehmen. Umgekehrt beteiligt sich Fiat dann mit sechs Prozent an dem US-Konzern. Dabei war auch eine Option für Fiat vereinbart worden, auch die übrigen Anteile an der Autosparte an GM abgeben zu können.

0 Kommentare

Neuester Kommentar