Wirtschaft : Kooperationen sollen den Generalunternehmer ersetzen

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Schon seit Jahren gehen die großen Aufträge in aller Regel an gut organisierte Generalunternehmer. Das kleinteiligte Handwerk hat dabei das Nachsehen. Das soll nun anders werden. In Erwartung einer engeren Zusammenarbeit zunächst mit den Berliner Wohnungsbaugesellschaften stellten sich am Donnerstag drei neu gegründete Kooperationen vor. Wie die "Masterbau Vereinigte Baubetriebe GmbH" bilden auch das "handwerkerteam" und die "Facility Management AG" Netzwerke, die durch Bündelung der Verwaltungsaufgaben und ein gemeinsam entwickeltes Organisationsmodell eine zentral gesteuerte Dienstleistung anbieten können. Dabei hat es der Kunde künftig nur noch mit einem kompetenten Ansprechpartner zu tun. "Berliner Handwerksmeister sind Individualisten, die sich nur ungern in die Karten gucken lassen", sagte Kammer-Geschäftsführer Dietrich Krause während der Präsentation. Inzwischen aber habe sich der Markt verändert. Um an Aufträge zu kommen, müßten neue Formen der Zusammenarbeit überlegt werden.

Herbert Brand, Geschäftsführer der aus 18 kleinen und mittelständischen Firmen bestehenden "Masterbau GmbH" sagte dazu, dass mit Hilfe des neuen Verbundes in Konkurrenz zu den Generalunternehmern künftig Aufträge bis hin zu schlüsselfertigen Bauvorhaben realisiert werden können. Insbesondere Kooperationen sind in Berlin und Brandenburg noch selten. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand. Marcus Plischkowsky, Geschäftstellenleiter des aus neun Gewerken zusammengesetzten "Handwerkerteams" nennt einige davon: Koordinierung komplexer Bauvorhaben, ein verbessertes Preis-/Leistungsverhältnis, die einheitliche Betreuung vor, während und nach der Bauphase sowie der hohe Qualitätsstandard durch die Aufnahme besonders seriöser und erfolgreicher Firmen in den Verbund. Auch die "Facility Management AG" mit bisher 99 Mitgliedern bietet ein breites Leistungsspektrum rund um die Immobilie.

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