Kooperationsabkommen : Brenner-Tunnel wird gebaut

Österreich und Italien bauen einen 63 Kilometer langen Eisenbahntunnel durch das Brennermassiv. Damit soll die Brennerstraße, über die derzeit mehr als zwei Millionen LKW rollen, entlastet werden.

Österreich und Italien haben in Wien ein Kooperationsabkommen über den geplanten Brenner-Tunnel unterzeichnet. In dem Vertrag zu dem Bauprojekt, an dem indirekt auch Deutschland beteiligt ist, bekennen sich die Unterzeichner unter anderem zur gemeinsamen Finanzierung und zur Fertigstellung des 63 Kilometer langen Tunnels bis 2022. Unterzeichnet wurde das Papier von den Verkehrsministern Österreichs und Italiens, Werner Fayman und Antonio Di Pietro. EU-Verkehrskommissar Karel van Miert gab grünes Licht für eine EU-Beteiligung in Höhe von bis zu 850 Millionen Euro bis 2013.

Wien und Rom streben eine Drittelung der veranschlagten sechs Milliarden Euro Gesamtkosten mit Brüssel an. Fayman äußerte die Hoffnung, dass der Tunnel jährlich mindestens 40 Millionen Euro an Mautgebühren abwerfen könne.

Über die mautpflichtige Brennerstraße, die bis auf eine Höhe von 1372 Meter klettert, rollen derzeit mehr als zwei Millionen Lkw. Laut Fayman sollen sich die Kapazitäten der Bahn am Brenner durch den Tunnel von derzeit jährlich 600.000 auf 1,8 Millionen Lkw-Ladungen verdreifachen. Die Fahrzeit zwischen Innsbruck und Bozen wird von zwei Stunden auf etwa 50 Minuten verkürzt. (mit AFP)

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