Wirtschaft : Kooperationsverhandlungen: Frankfurt spricht mit OM

Die Deutsche Börse AG verhandelt mit der schwedischen Börsengesellschaft OM-Gruppen über eine Kooperation. Dies bestätigte ein Sprecher am Dienstag in Frankfurt. Beide waren in den vergangenen Monaten als Gegner aufgetreten, um mit der Londoner Börse LSE zu fusionieren beziehungsweise sie zu übernehmen. Beide Gesellschaften scheiterten allerdings am erbitterten Widerstand in London. Einzelheiten über die nun aufgenommenen Verhandlungen der einstigen Kontrahenten in Stockholm und Frankfurt wollte die Deutsche Börse AG nicht mitteilen. "Wir sprechen mit OM wie mit allen anderen auch", sagte eine Sprecherin der Deutschen Börse. Sie lehnte eine Stellungnahme zu Einzelheiten eines Zeitungsberichts ab, wonach die beiden Börsen offenbar über eine Kooperation verhandeln. Das "Handelsblatt" hatte zuvor berichtet, ein Sprecher der OM Gruppen habe bestätigt, mit der Deutschen Börse zu sprechen, sich zum Stand der Verhandlungen aber ebenfalls nicht äußern wollen. Es sei zudem nicht klar, welche Art der Kooperation angestrebt werde, hieß es in dem Bericht.

Der Kontakt solle bereits Ende Oktober aufgenommen worden sein. Damals sei erwogen worden, ein gemeinsames Übernahmeangebot für die Londoner Börse abzugeben. Die Idee sei aber wieder aufgegeben worden, da die Frist, in der die Schweden ihr Übernahmeangebot noch verändern konnten, nahezu abgelaufen gewesen sei. Das Interesse der deutschen Seite an OM gelte dem Vernehmen nach vor allem der technischen Expertise der Schweden. Erst Anfang November hatte ein monatelanger Wettlauf um die traditionsreiche Börse London zunächst ein Ende gefunden, der im Mai dieses Jahres mit der damals geplanten Fusion der Börsen in Frankfurt und London begonnen hatte und von einem Übernahmeangebot der OM Gruppen für LSE durchkreuzt worden war.

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