Kosmetikhersteller : Beiersdorf hofft auf die Fußball-WM

Beim Kosmetikhersteller Beiersdorf freut man sich auf die Fußballweltmeisterschaft. Die Konzern-Marke Nivea ist offizieller Ausstatter der deutschen Nationalmannschaft, und das soll das Geschäft ankurbeln.

Berlin/Hamburg - Nivea werde damit die Position als Marktführer für Männerpflege ausbauen, sagte der Vorstandsvorsitzende von Beiersdorf, Thomas Quaas am Donnerstag. „Ich erwarte mir davon einen substanziellen Anschub.“

Denn im vergangenen Jahr brachen bei Beiersdorf wegen des schwachen Industriegeschäfts seiner Sparte Tesa und hoher Marketingausgaben die Gewinne ein. Der Überschuss fiel im vergangenen Jahr um knapp ein Drittel auf 380 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte um 3,7 Prozent auf knapp 5,75 Milliarden Euro.

In der Sparte Tesa, deren Industrieklebstoffe in der Wirtschaftskrise weniger gefragt waren, fiel der Umsatz um 12,9 Prozent auf 846 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach von 81 auf 29 Millionen Euro ein. In der Folge wurden bei Tesa Kurzarbeit eingeführt und Kapazitäten reduziert.

2009 sei für den Beiersdorf-Konzern aus konjunkturellen Gründen schwierig gewesen, sagte Quaas. „Wir haben uns frühzeitig darauf eingestellt und wir haben die Krise angemessen gemanagt“, erklärte der Vorstandschef. „Aber zufrieden sind wir natürlich nicht, gemessen an den Entwicklungen in den Jahren zuvor.“

Generell werde der Kosmetik-Konzern seine Investitionen in Werbung sowie Forschung und Entwicklung nicht zurückfahren, teilte das Unternehmen mit. Im laufenden Jahr sollten sowohl die Kosmetiksparte wie auch die Klebesparte Tesa schneller wachsen als der Markt und die Ebit-Marge steigen; bei Kosmetik auf mehr als elf Prozent, bei Tesa auf über sieben Prozent.

Weil im Konzern Stellen eingespart und zwei Unternehmen verkauft wurden, sank die Zahl der Mitarbeiter bei Beiersdorf um rund 1500 auf gut 20 000. Im laufenden Jahr sei angesichts der Marktlage auch nicht mit einem größeren Personalaufbau zu rechnen, erklärte der Konzern. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg betreibt auch einen Produktionsstandort in Berlin. Dort ist die Zahl der Mitarbeiter seit 2005 kontiniuierlich gestiegen, heute produzieren dort 211 Angestellte Shampoos und Badezusätze, etwa für die Serie „Nivea for men“. jmi/dpa

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