Wirtschaft : KPMG verlagert Stellen von Berlin nach Prag

Personal- und Finanzbereich werden dort gebündelt

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Berlin – Die Unternehmensberatung KPMG plant, Stellen von Deutschland nach Tschechien zu verlagern. Betroffen sein könnte vor allem der Standort Berlin. Wie der Tagesspiegel von informierter Seite erfuhr, sollen die Bereiche „Human Ressources“ und „Financial Services“ in Prag gebündelt werden. Dafür sollen binnen drei Jahren 180 Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut werden.

KPMG beschäftigt deutschlandweit 9000 Mitarbeiter an über 20 Standorten – einer der größten ist in Berlin. In dem Gebäude gegenüber der CDU-Parteizentrale arbeiten 1200 Leute. Die Abteilungen, die von der Verlagerung betroffen sein werden, sind in Berlin stark. KPMG ist ein Netzwerk nationaler Unternehmen. Viele davon aus Europa, aber auch aus Nahost haben sich vor ein paar Jahren zur KPMG Europe LLP zusammengeschlossen. Ziel ist es, unternehmensinterne Dienstleistungen an wenigen Standorten zu konzentrieren. Um Ressourcen zu sparen, sollen nun zum Beispiel formalisierte Aufgaben aus den Bereichen Personal und Buchhaltung in Tschechien erledigt werden. Die Beratung erfolgt weiterhin regional. Den Tagesspiegel-Informationen zufolge soll der Stellenabbau in Deutschland sozialverträglich erfolgen. So können betroffene Mitarbeiter in andere Abteilungen wechseln. Auf der Beraterebene soll nach wie vor Personal aufgebaut werden. Allein im ersten Halbjahr 2011 seien 600 Leute eingestellt worden, heißt es. Mit insgesamt 138 000 Mitarbeitern in 150 Ländern ist KPMG einer der weltgrößten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungskonzerne. Miriam Schröder

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