Wirtschaft : Kraftanstrengungen von Politik und Förderinstituten zahlen sich aus

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Die gewaltigen Kraftanstrengungen von Politik und Förderinstituten, den Bereich der Bio- und Medizintechnologie in Berlin und Brandenburg im regionalen Wettbewerb zu einem Spitzenstandort auszubauen, tragen erste Früchte: Die inzwischen mehr als 80 kleinen Unternehmen mit 2400 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von insgesamt 270 Millionen Mark bedeuten - gemessen am Bestand und der Investitionssumme - einen deutlichen Schritt nach vorn. Zusammen mit München und Heidelberg gehöre Berlin heute zum Spitzentrio der Standorte in Deutschland, sagte Landesbank-Vorstand Bernd-Peter Morgenroth am Freitag zur Eröffnung der "2. Life-Science-Venture-Capital-Konferenz". Rund 20 Prozent aller in Deutschland mit Wagniskapital finanzierten Firmengründungen entfallen auf Berlin, so Morgenroth. Nur Bayern sei mit 21 Prozent erfolgreicher.

Risikokapital entwickelt sich auch in Deutschland zum Motor für Wachstum. Die Beteiligungsgesellschaften stellen 1998 rund 834 Millionen Mark für junge Technologiefirmen bereit. Davon flossen 16 Prozent in Biotechnologien. Auf dem Berliner Markt kommen die größten Anstöße von der Beteiligungsgesellschaft der Investitionsbank (IBB). Von den derzeit 35 geförderten Firmen mit einem Volumen von 30 Millionen Mark bieten acht Firmen Bio- und Medizintechnische Produkte an. Geld ist genügend vorhanden. "Wir werden unser Risikokapital dem Bedarf anpassen", sagte Morgenroth. Die bisher für die Biotechnologie von der IBB bereitgestellten sieben Millionen Mark sollen im nächsten Jahr um weitere zehn Millionen Mark aufgestockt werden.

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