Wirtschaft : Krankenkassen werden 2003 teurerBetriebskrankenkassen erwarten einen Satz von 14,4 Prozent

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Berlin (ce). Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) werden nächstes Jahr von derzeit durchschnittlich 14 auf bis zu 14,4 Prozent steigen. Das erwarten die Betriebskrankenkassen, wie sie am Mittwoch in Berlin mitteilten. Vermutlich würden auch 20 der rund 270 Betriebskrankenkassen (BKK) „an die Beitragssätze rangehen“, sagte Wolfgang Schmeinck, Vorsitzender des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen. Er rechnet mit Beiträgen von bis zu 13,4 Prozent, derzeit liegt der Satz bei 13,1. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte: „Wir gehen davon aus, dass die Beitragssituation sich nicht gravierend verändert.“ Es sei aber möglich, dass einzelne Kassen ihre Beiträge erhöhen müssten. Im ersten Halbjahr 2002 lag das Defizit der gesetzlichen Kassen bei 2,4 Milliarden Euro.

Verantwortlich für den Anstieg der Beiträge seien die gestiegenen Arzneimittelkosten, die auf die Verschreibungspraxis der Ärzte zurückzuführen sei, kritisierte Schmeinck. „Der Ausgabenverlauf im Jahr 2002 ist alarmierend“, sagte der Verbandschef. Zu Jahresbeginn hatten die Krankenkassen mit den Kassenärzten vereinbart, die Ausgaben für Medikamente bundesweit um 4,7 Prozent zu senken. Stattdessen sei für das Gesamtjahr aber ein Anstieg von voraussichtlich sechs Prozent zu erwarten. Den Ärzten drohte er daher mit Honorarkürzungen.

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