Wirtschaft : Krankenstand gesunken: In Osteutschland fehlten mehr Arbeitnehmer als im Westen

Der Krankenstand ist in diesem Jahr in Deutschland weiter gesunken. Zwischen Januar und Oktober 2000 habe der Krankenstand bei 4,09 Prozent gelegen, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum habe der Krankenstand noch 4,22 Prozent betragen. In Ostdeutschland fehlten krankheitsbedingt mehr Arbeitnehmer als im Westen.

Nach Angaben der Zeitung "Die Welt" fehlten die Arbeitnehmer zwischen Januar und September 2000 wegen Krankheit 4,12 Prozent der Sollarbeitszeit. Das entspreche 6,8 Arbeitstagen, sei der zweitniedrigste Krankenstand seit der Wiedervereinigung und bedeute einen Rückgang um 21 Prozent gegenüber den Rekord-Fehlzeiten von 1991.

Am häufigsten fehlten nach Ministeriumsangaben die Arbeitnehmer im Monat Februar mit 5,68 Prozent. Im Januar sei der durchschnittliche Krankenstand mit 3,3 Prozent am niedrigsten gewesen. Mit 4,09 Prozent sei der Krankenstand zwischen Januar und Oktober 2000 auch niedriger als die Durchschnittswerte für 1999 (4,26 Prozent) und 1998 (4,12 Prozent) gewesen.

Experten halten der "Welt" zufolge den Rückgang der krankheitsbedingten Fehlzeiten in den Betrieben vor allem deshalb für bemerkenswert, weil die Krankenstände im allgemeinen stiegen, wenn die Konjunktur - wie im laufenden Jahr geschehen - anziehe. Der Grund für unterschiedliche Daten des Blattes und des Gesundheitsministeriums liegt nach Angaben eines Ministeriumssprechers an einem anderen Erhebungszeitraum und einer anderen Berechnungsgrundlage.

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