Wirtschaft : Kreditanstalt verkauft Post-Aktien Zwei Milliarden Euro Erlös erwartet

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(hop). Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat sich von PostAktien im Wert von rund zwei Milliarden Euro getrennt. Das teilte das Institut am Mittwoch mit. Das Paket ging als Kombination aus Aktien und Umtauschanleihen an institutionelle Investoren. Einen kurzfristigen weiteren Verkauf schloss die KfW aus.

Die KfW ist die größte Aktionärin der Deutschen Post. Vor dem Verkauf lag ihr Anteil bei 48,3 Prozent. Wie stark er nun sinkt, konnte die Bank zunächst nicht einschätzen. Der Bund besitzt direkt nur noch 20 Prozent. Auch wenn die verkauften Aktien indirekt immer noch dem Bund gehörten und der KfW im Rahmen von Platzhaltergeschäften übertragen wurden, kann Bundesfinanzminister Hans Eichel nicht mit Geld aus der Platzierung rechnen. Schließlich habe der Bund bei der Übertragung Geld für die Aktien erhalten, hieß es dazu bei der Bank. Das Finanzministerium teilte wiederum mit, es handele sich um eine reine Aktivität der KfW.

Die Post begrüßte die Aktienplatzierung. als Fortsetzung der Privatisierung des ehemaligen Staatskonzerns. Das Unternehmen wurde über den Schritt im Vorfeld informiert, wie es weiter hieß. Positiv sei auch, dass der Streubesitz am Konzern durch den Verkauf erhöht werde. Ein größerer so genannter Free Float macht Aktien in der Regel attraktiver für Anleger. Dadurch wächst unter anderem auch das Gewicht des Papiers in wichtigen Börsenindizes wie dem Dax. An den Aktienmärkten kam die Nachricht allerdings zunächst nicht gut an. Bis gegen 16 Uhr verlor die Post-Aktie fast 5,5 Prozent und rutschte unter die Marke von 16 Euro.

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