Wirtschaft : Krise bei Fairchild Dornier spitzt sich zu

Die Finanzkrise beim Flugzeugbauer Fairchild Dornier spitzt sich zu. "Die Situation ist kritisch", sagte Aufsichtsrats-Chef Chuck Pieper am Donnerstag am Firmensitz in Oberpfaffenhofen bei München. Das Unternehmen brauche eine schnelle Lösung. Die Verhandlungen mit potenziellen strategischen Partnern hätten noch keinen entscheidenden Fortschritt gemacht. Nach Spekulationen in Branchenkreisen ist unter anderem ein Einstieg von Boeing im Gespräch.

Derzeit verbraucht Fairchild Dornier nach eigenen Angaben jeden Monat 50 Millionen Dollar. Wie lange die Liquidität noch ausreiche, wollte Pieper nicht sagen. Die Finanzkrise begründete er unter anderem mit Verzögerungen bei der Entwicklung der neuen Jet-Familie 728 und mit Einfuhrbeschränkungen auf dem chinesischen Markt. Vor allem aber hätten die Terroranschläge vom 11. September dramatische Auswirkungen auf die Luftfahrtindustrie gehabt.

Große Hoffnungen setzt das Unternehmen in den neu entwickelten Regionaljet 728, der am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit Hilfe dieses Flugzeugs will Fairchild Dornier den Umsatz bis 2008 von zuletzt 593 Millionen Dollar auf bis zu fünf Milliarden Dollar steigern. Der Flugzeugbauer beschäftigt in Deutschland 3650 Mitarbeiter.

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