Wirtschaft : KRISEN-SPLITTER

US-Autoabsatz bricht ein



New York - Angesichts von Finanz- und Konjunkturkrise sind die Autoverkäufe in den USA im September deutlich zurückgegangen. General Motors verkaufte nach Angaben vom Mittwoch im September 15,8 Prozent weniger Autos als im Vorjahresmonat. Bei Ford fielen die Verkaufszahlen gar um 34 Prozent. Toyota gab ein Minus von 29,5 Prozent bekannt. BMW setzte 25,8 Prozent weniger ab, VW 9,4 Prozent. Bei Porsche ging es um 44 Prozent abwärts, allerdings lag die Gesamtzahl der in den USA und Kanada verkauften Autos nur bei 1558. Daimler büßte mit 8,5 Prozent relativ wenig ein. Bei der wichtigsten Marke Mercedes lag das Minus aber bei 16,4 Prozent. Überdurchschnittlich stark gingen bei allen Firmen die Verkäufe von Fahrzeugen mit hohem Benzinverbrauch zurück. Tsp

EU prüft WestLB-Sanierungsplan

Brüssel - Die EU-Kommission stellt den Sanierungsplan für die angeschlagene WestLB auf den Prüfstand. Die Behörde eröffnete dazu ein förmliches Verfahren, das bis zu 18 Monate dauern kann. Die Wettbewerbshüter wollen feststellen, ob die geplante Umstrukturierung die langfristige Rentabilität der Bank sichern kann. Falls die EU feststellen sollte, dass illegale Hilfen flossen, müssen sie zurückgefordert werden. Die WestLB war durch Fehlspekulationen und die Finanzmarktkrise unter Druck geraten. dpa

Milliardenhilfe für Bradford & Bingley

Brüssel - Überraschend schnell hat die EU-Kommission am Mittwoch die Milliardenhilfe für die britische Hypothekenbank Bradford & Bingley genehmigt. Die von der britischen Regierung erst am Wochenende beschlossene Übernahme fauler Kredite des Instituts im Umfang von 50 Milliarden Pfund (63 Milliarden Euro) stelle eine zulässige Rettungsbeihilfe dar, erklärte die Brüsseler Behörde. Die Entscheidung der Kommission fiel keine 24 Stunden nach der offiziellen Notifizierung des Rettungspakets durch die britische Regierung, die B&B verstaatlichen will. Die Rettungsbeihilfe wurde für sechs Monate genehmigt. Spätestens am 29. März muss London einen Umstrukturierungsplan für B&B vorlegen. AP

Unicredit will Immobilien auslagern

Rom - Die Mailänder Großbank Unicredit hat nach den starken Kursverlusten der vergangenen Tage angekündigt, Teile ihres Immobilienportfolios in einen Fonds auslagern zu wollen. Durch diese Maßnahme soll die Kernkapitalquote gestärkt werden, teilte das Geldinstitut mit. Börsengerüchte um einen bevorstehenden Rücktritt von Vorstandschef Alessandro Profumo wurden unterdessen Medienberichten zufolge von Kreisen aus der Bank dementiert. Am Mittwoch wurde die Aktie nach einem kurzzeitigen Kursanstieg bei Börsenöffnung wegen starker Verluste erneut vom Handel ausgesetzt. dpa

JP Morgan warnt vor Banken

Bangalore - In Folge der Finanzkrise müssen europäische Banken nach Einschätzungen von JP Morgan mit weiteren Milliardenabschreibungen rechnen. Im zweiten Halbjahr 2008 drohten Europas Instituten Vorsteuerabschreibungen in Höhe von 28,4 Milliarden Euro, erklärte die US-Bank. Am schwersten trifft es dem Bericht zufolge das britische Institut Lloyds. Die Großbank und ihr Rivale HBOS, den Lloyds übernehmen will, müssten zusammen etwa 5,7 Milliarden Euro abschreiben, schätzt JP Morgan. Dem Bericht zufolge kommen auf die Deutsche Bank Abschreibungen von 4,5 Milliarden Euro zu, auf Großbritanniens Barclay 3,7 Milliarden Euro und auf die Schweizer UBS 2,7 Milliarden Euro.rtr

Schweizer Börse verschärft Regeln

Zürich - Die Schweizer Börse verschärft die Bestimmungen für Leerverkäufe, also Wetten auf fallende Kurse. Das Eröffnen neuer Leerpositionen bei großen Schweizer Banken und Versicherern wird verboten, teilte die Börse mit. Das Eingehen oder die Erhöhung sowohl ungedeckter als auch gedeckter Leerpositionen in sieben Finanztiteln, die an der SWX Europe, der Londoner Tochter der Schweizer Börse, gehandelt werden, ist von Donnerstag an untersagt. Verboten ist auch das Ausleihen von Aktien, die dazu dienen können, Netto-Shortpositionen zu decken oder zu schaffen. Betroffen sind Aktien der Banken UBS, Credit Suisse und Julius Bär sowie der Versicherer Swiss Life, Swiss Re, Zurich und Bâloise.dpa

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