Wirtschaft : KRISEN-SPLITTER

BNP Paribas steigt bei Fortis ein

Paris/Brüssel - Die französische Bank BNP Paribas profitiert von der Bankenkrise und kauft sich für 14,5 Milliarden Euro beim angeschlagenen Finanzkonzern Fortis ein. Die Franzosen teilten mit, für diese Summe 75 Prozent des Bankgeschäfts und das gesamte Versicherungsgeschäft des Konzerns in Belgien zu kaufen. Im Gegenzug erhält die Regierung in Brüssel einen 11,6-prozentigen Anteil an BNP durch die Ausgabe neuer Aktien im Wert von 8,25 Milliarden Euro. BNP erwirbt zudem 66 Prozent an Fortis in Luxemburg. Dafür erhält das Land einen BNP-Anteil von 1,1 Prozent. Mit diesem Geschäft steigt BNP zur größten Bank in der Euro-Zone nach Einlagen auf. rtr

Allianz investiert in US-Versicherer

München - Der Münchner Versicherungskonzern Allianz engagiert sich mit 2,5 Milliarden Dollar (rund 1,84 Milliarden Euro) beim börsennotierten US-Konzern Hartford Financial Services. Wie der US-Versicherer am Montag im Bundesstaat Connecticut mitteilte, habe die Allianz verbindlich eine Kapitalzusage gemacht. Allianz-Chef Michael Diekmann sagte, er glaube an die Stärke der US-Wirtschaft und die dortige Versicherungsbranche. „Wir erwarten eine vorteilhafte Rendite auf unser Investment.“rtr

Mittelstand stemmt sich gegen Krise

München - Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland lassen sich von der Finanzmarktkrise nicht aus der Ruhe bringen. Mehr als die Hälfte der Betriebe rechnet mit einer stabilen Umsatzentwicklung im nächsten halben Jahr, wie eine Umfrage unter 4000 Firmen im Auftrag des Wirtschaftsinformationsunternehmens Creditreform ergab. „Der deutsche Mittelstand erweist sich als erstaunlich robust“, sagte Vorstandsmitglied Helmut Rödl. Zwar sei die Stimmung schlechter als vor einem Jahr, von einer Talfahrt könne aber keine Rede sein. dpa

Island zieht die Notbremse

Reykjavik - Island hat im Kampf gegen einen Kollaps der heimischen Wirtschaft die Notbremse gezogen. Angesichts der größten Wirtschaftskrise des Landes seit Menschengedenken wird die angeschlagene Bankenbranche unter staatliche Kontrolle gestellt. Die Währung des Landes stürzte um rund 30 Prozent ab. Das Parlament wollte die Regierung noch am Montag per Notgesetz mit weitreichenden Rechten ausstatten. Dies sei nötig, um eine Staatspleite zu verhindern, sagte Ministerpräsident Geir Haarde. rtr

Tauziehen um US-Bank Wachovia

New York - Im Übernahmekampf um die viertgrößte US-Bank Wachovia steht offenbar als Kompromiss eine Zerschlagung des Instituts zur Diskussion. Die beiden Kaufinteressenten Citigroup und Wells Fargo verhandelten über eine Aufteilung der Bank, berichtete das „Wall Street Journal“. Die US-Notenbank dringe wegen der Schieflage von Wachovia auf eine rasche Einigung. dpa

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