Wirtschaft : KRISEN-SPLITTER

Erste Einschläge in US-Filmbranche



Los Angeles - Die Finanzkrise hinterlässt erste Spuren in der US-Filmindustrie. Als eines der größten Hollywood- Studios kürzte die Viacom-Tochter Paramount ihre Filmliste und kündigte Stellenabbau an. Wegen der unsicheren Lage wolle das Unternehmen im kommenden Jahr 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) einsparen, teilte das Studio mit. Es will nun im nächsten Jahr 20 Filme auf den Markt bringen – ein Fünftel weniger als in diesem Jahr. Experten erwarten, dass andere Produktionsfirmen folgen werden. „Ohne Zweifel ist weniger Kapital unterwegs“, sagte Michael Nathanson von Bernstein Research Media. rtr

Deutsche Börse strebt aufwärts

Frankfurt am Main - Der Sturz der Aktienkurse lässt die Deutsche Börse kalt – zumindest in ihrer Außenerscheinung. Dem Unternehmensberater Carsten Wisch aus dem schleswig-holsteinischen Halstenbek war aufgefallen, dass die symbolische Kurve im Logo der Börse entgegen dem aktuellen Trend deutlich nach oben zeigt und hatte sich bei dem Unternehmen nach möglichen Änderungen erkundigt. Die Antwort kam postwendend: „Wir werden unser Logo selbstverständlich nicht ändern“, schrieb ihm die Deutschen Börse. Zur Begründung hieß es: „Da die Aktienmärkte zyklisch sind, werden die Indizes mit der Zeit auch wieder nach oben gehen.“ dpa

Die Armen zahlen die Zeche

Genf - Die Finanzkrise dürfte laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die Einkommensunterschiede zwischen Armen und Reichen in vielen Ländern vergrößern. „Der globale wirtschaftliche Abschwung trifft einkommensschwache Gruppen besonders stark“, heißt es in dem am Donnerstag in Genf vorgestellten Weltbeschäftigungsreport der ILO. Mehrere 100 Millionen Menschen, die von dem vorangegangenen globalen Aufschwung kaum profitiert hätten, müssten jetzt die Lasten der Finanzkrise tragen. Die riesigen Rettungspakete vieler Staaten müssten von den Steuerzahlern bezahlt werden. epd

Teuere Uhren gefragt

Reykjavik - Angesichts des zusammengebrochenen Bankensystems ihres Landes verlegen sich viele Isländer offenbar auf Luxusuhren als Wertanlage. Der einzige isländische Importeur der teuren Uhrenmarke Rolex, Frank Michelsen, versicherte am Donnerstag, er habe seit Beginn der Krise „einen bedeutenden Anstieg“ seines Umsatzes verzeichnet. Zahlen wolle er nicht nennen, da er nicht als „Krisen-Profiteur“ dastehen wolle. „ AFP

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