Wirtschaft : KRISEN-SPLITTER

Finanzkrise belastet Luftverkehr

Genf - Belastet von der Finanzkrise ist der weltweite Luftverkehr im August zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. Der Frachtverkehr habe um 2,7 Prozent abgenommen und der Passagierverkehr nur um enttäuschende 1,3 Prozent zugelegt, erklärte die Internationale Flug-Transport-Vereinigung IATA am Dienstag. Der grenzüberschreitende Luftfrachtverkehr, der in Tonne pro Kilometer gemessen wird, gilt als wichtiger Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft. rtr

Autobauer unter Druck

Paris - Auf die Autoindustrie kommen nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch wegen der Finanzkrise schwere Zeiten zu. „Für die kommenden zwölf Monate sind wir sehr pessimistisch“, sagte Fitch-Analyst Emmanuel Bulle am Dienstag in Paris. Er rechne damit, dass sich die Autonachfrage auch im kommenden Jahr nicht erholen werde. Als Gründe führte Bulle die anhaltende Verunsicherung vieler Konsumenten und eine zunehmende Vorsicht vieler Banken bei der Finanzierung von Autokäufen an. rtr

Ölpreis bei knapp 97 Dollar

Singapur - Der Ölpreis hat sich nach seinem Sturzflug wieder gefangen. Am Dienstagmorgen kostete Rohöl in New York zeitweise 96,68 Dollar je Fass (159 Liter), 33 Cent mehr als am Vortag. Da war er nach dem Scheitern des 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspakets für die US-Finanzmärkte um zehn Dollar gefallen. Prozentual war dies der größte und in Dollar der zweitgrößte Preisrutsch seit 2001. In den letzten sieben Tagen verbilligte sich Rohöl um rund 25 Dollar und damit 20 Prozent. AP

6,4 Milliarden Euro für Dexia

Brüssel - Die belgisch-französische Dexia-Bank bekommt eine Finanzspritze von 6,4 Milliarden Euro. Dies vereinbarten in der Nacht zum Dienstag die Regierungen Belgiens, Frankreichs und Luxemburgs. Belgien und Frankreich investieren je drei Milliarden Euro, Luxemburg 376 Millionen. Nach der Hilfe für Fortis war es die zweite Rettungsaktion für eine Benelux-Bank binnen zwei Tagen. Dexia benötigte das Geld für eine Kapitalerhöhung, mit der sie einem Vertrauensverlust der Anleger begegnen wollte. AP

Schott Solar geht später an die Börse

Mainz - Die Solarfirma Schott Solar verlängert die Zeichnungsfrist für ihren geplanten Börsengang um eine Woche. Bis zum 8. Oktober können Anleger nun Aktien des Unternehmens ordern, wie Schott Solar am Dienstagabend in Mainz mitteilte. Als Grund führte die Firma die neuesten Entwicklungen an den internationalen Kapitalmärkten an, insbesondere die am Montag erfolgte Ablehnung des Rettungsplans für die US-Finanzbranche. Die Erstnotiz verschiebt sich entsprechend auf den 9. Oktober. dpa

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