Krisenpolitik : IG Metall-Chef Huber: Diese Koalition ist ein Desaster

Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber hat die Krisenpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Der Chef der größten deutschen Gewerkschaft warnt vor einseitigem Sparen - und fordert mehr Anreize für Investitionen.

IG-Metall-Chef Berthold Huber: "Wenn die europäische Austeritätspolitik so weiter geht, also Sparen, Sparen, Sparen, dann führt das zu einem Desaster."
IG-Metall-Chef Berthold Huber: "Wenn die europäische Austeritätspolitik so weiter geht, also Sparen, Sparen, Sparen, dann führt...Foto: dpa

Berthold Huber, Vorsitzender der IG Metall, kritisiert die Krisenpolitik der Bundesregierung. "Diese Koalition halte ich für ein Desaster", sagte Huber dem "Tagesspiegel. Es sein "ein Jammer", dass es "ein wirkliches Programm für Investitionen in die industrielle Wertschöpfung nicht gibt". Der Chef der größten deutschen Gewerkschaft warnte vor der Hoffnung, "dass die Krise in Südeuropa spurlos an uns vorbeiginge" und plädierte für einen Kurswechsel. "Wenn die europäische Austeritätspolitik so weiter geht, also Sparen, Sparen, Sparen, dann führt das zu einem Desaster."

Der Bundesregierung empfiehlt Huber Investitionsanreize, um "Deutschland als Wachstumsanker in Europa zu stabilisieren". Das sei vor allem für den Erfolg der Energiewende erforderlich. "Die Firmen investieren doch nicht, weil sie plötzlich Angst vor Atomkraft haben. Auf die Gesinnung der Leute zu warten, ist quatsch. Wir brauchen selbstverständlich Anreize für den Kauf neuer Heizungsanlagen und Kühlschränke sowie für Investitionen in die Energieeffizienz und Ressourcenschonung", sagte Huber. Ein Ziel dabei sei die Stabilisierung der Industrie: "Das ist unser Wohlstand in der Zukunft", sagte Huber.

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