Wirtschaft : KRISENSPLITTER

EU billigt IKB-Rettung unter Auflagen

Brüssel - Die angeschlagene Mittelstandsbank IKB muss ihre Auslandsaktivitäten abstoßen und die Immobilienfinanzierung einstellen. Die EU-Kommission knüpfte ihre Zustimmung für die milliardenschwere IKB-Rettung an die Bedingung, dass sich die Bank auf ihr Kerngeschäft zurückzieht. Die EU-Wettbewerbshüter begrüßten zudem den Verkauf an den US-Finanzinvestor Lone Star. rtr

Milliarden für Frankreichs Banken

Paris - Die französische Regierung pumpt im Kampf gegen die Finanzmarktkrise bis Jahresende 10,5 Milliarden Euro in die sechs größten Banken des Landes. Finanzministerin Christine Lagarde stellte ihr nationales Rettungspaket am späten Montagabend vor. Drei Milliarden Euro gehen an die Credit Agricole, 2,5 Milliarden Euro an BNP Paribas und 1,7 Milliarden Euro an die Société Générale. AP

Schweiz soll auf „Schwarze Liste“

Berlin/Paris - Deutschland will zusammen mit mehr als einem Dutzend weiterer Industrieländer im Kampf gegen unfairen Steuerwettbewerb eine härtere Gangart anlegen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück forderte, die Schweiz neben Andorra, Liechtenstein und Monaco auf die „Schwarze Liste“ kooperationsunwilliger Steuerparadiese der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu setzen. „Die Schweiz bietet Bedingungen, die deutsche Steuerzahler einladen, Steuern zu hinterziehen“, beklagte Steinbrück. rtr

Deutsche Bank begrüßt Hilfspaket

Frankfurt am Main - Nach der Empörung über seine Äußerungen zu staatlichen Hilfen für Banken hat Deutsche- Bank-Chef Josef Ackermann das Rettungspaket ausdrücklich begrüßt. Am späten Montagabend ließ Ackermann über einen Sprecher der Bank in Frankfurt am Main erklären, dass die Deutsche Bank „das betreffende Gesetz der Bundesregierung selbstverständlich unterstützt – unabhängig davon, dass sie selbst kein Kapital vom Staat benötigt“. Ackermann habe an der Erarbeitung des Gesetzes „persönlich mitgewirkt“.dpa

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