Wirtschaft : Kritik an Dividende der Telekom

Bonn - Die Dividendenerhöhung der Deutschen Telekom ist umstritten. Während Analysten und Fondsvertreter jubelten und der T-Aktie zu einem Kursplus verhalfen, kritisierte die Gewerkschaft Verdi die erste Anhebung seit zwei Jahren. „Die Erhöhung der Dividende ist ein Affront gegen die Arbeitnehmer“, sagte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder am Freitag. Ein solcher Schritt passe nicht in eine Zeit, in der 50 000 Telekom-Beschäftigte in die Einheit T-Service ausgelagert würden, wo sie weniger verdienen und länger arbeiten müssen.

Vorstand und Aufsichtsrat wollen die Ausschüttung um 8,3 Prozent auf 0,78 Euro anheben. Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick begründete den Dividendenvorschlag mit der „guten operativen“ Entwicklung und der geringen Verschuldung. Schröder kündigte hohe Tarifforderungen an. „Es ist, wie sich an der Dividende zeigt, mehr zu verteilen, und da sollen die Mitarbeiter auch was von haben.“

Rückendeckung erhielt die Telekom-Führung von der Fondsgesellschaft Union Investment. „Die Anhebung der Dividende zeigt, dass die Interessen der Aktionäre stärker beachtet werden“, sagte Fondsmanager Andreas Mark. dpa

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