Wirtschaft : Kritik von Samuelsons Schüler

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Der 89jährige Paul Samuelson gilt als einer der bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Er war Wirtschaftsberater von John F. Kennedy , für seine Verdienste bei der wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Ökonomie erhielt Samuelson 1970 den Nobelpreis . Bis heute lehrt er am Massachusetts Institute of Technology (MIT) . Mit seiner Attacke auf die Freihandelslehre bricht er mit einem Tabu. Die Freihandelslehre ist einer der Grundpfeiler der liberalen Wirtschaftstheorie . Sie besagt, dass der freie Austausch von Waren unterm Strich allen Beteiligten nutzt. Samuelson zufolge ist es aber möglich, dass China bei der Herstellung bestimmter Produkte effizienter werde. Amerika verlöre so bei diesen Gütern seinen komparativen Kostenvorteil . Gewinne aus Billig-Importen reichten womöglich nicht aus, die Lohneinbußen auszugleichen. Jagdish Bhagwati , Globalisierungsexperte und Schüler Samuelsons, reagierte kritisch. Die These sei unrealistisch , argumentiert er. Die Situation in den Schwellenländern sei nicht so positiv, wie Samuelson behaupte, und in den USA weniger dramatisch. Viele vermuten als Hintergrund für den Artikel die Unterstützung für den Präsidentschaftskandidaten John Kerry . fw

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