Wirtschaft : Krones kämpft gegen den Preisverfall

MÜNCHEN . Der Krones-Konzern, weltweit führender Hersteller von Getränketechnik-Maschinen, setzt unter dem Druck sinkender Preise auf weitere Rationalisierung und neue Märkte. Etwa 300 der rund 7800 Stellen im Konzern werden 1999 gestrichen - davon 200 im Inland. Neue Geschäftsfelder böten sich in der Pharma- und Lebensmittelbranche, sagte Vorstandschef Volker Kronseder am Montag in München. Für 1999 würden aber trotz sinkender Umsätze erneut höhere Gewinne erwartet.

Im ersten Halbjahr brach der Auftragseingang des börsennotierten Unternehmens, das auf Maschinen zur Getränkeabfüllung und Verpackung spezialisiert ist, um zehn bis zwölf Prozent ein. "Wir erwarten aber, daß sich der Trend im zweiten Halbjahr umkehrt", sagte Kronseder. Umsatz und Ergebnis lägen bisher deutlich über dem Vorjahr.

Der Hauptversammlung am 22. Juli werde für 1998 eine erhöhte Dividende von 1,00 DM (Vorjahr 0,75 DM) je Vorzugs- und 0,80 DM (0,55 DM) je Stammaktie vorgeschlagen. Die Börsen-Bewertung von Krones sei unangemessen niedrig, klagte Finanzvorstand Hans-Jürgen Thaus. Nach einem bereits zur Kurspflege erfolgten fünfprozentigen Aktienrückkauf solle die Hauptversammlung nun das Recht zum Erwerb weiterer zehn Prozent einräumen. Die Familie hält fast 80 Prozent der Stammaktien.

1998 hatte der Konzern den Umsatz um sechs Prozent auf gut 1,8 Mrd. DM gesteigert. Der Auslandsanteil sank auch durch die Asien- und Südamerika-Krise von 86 auf 80 Prozent. Der Jahresüberschuß kletterte von 34,3 auf 51,7 Mill. DM. Der Auftragseingang für neue Maschinen lag mit 1,3 Mrd. DM um sieben Prozent über dem Vorjahr. Die Zuwächse kamen im wesentlichen durch die Eingliederung der neuen Tochter Kettner. Für sein Rationalisierungs-Programm habe Krones in den nächsten drei Jahren 30 Mill. DM an Aufwand eingeplant, sagte Thaus.

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