Wirtschaft : Krupp-Aufsichtsrat billigt Fusion

IG Metall hat Bedenken ESSEN (kv/HB).Wie die Thyssen AG, Düsseldorf, vor zwei Wochen hat jetzt der Aufsichtsrat der Friedrich Krupp AG Hoesch Krupp, Essen, sein Ja-Wort zum Fusionskonzept gegeben.Die Entscheidung fiel mit elf zu neun Stimmen.Dafür waren alle Vertreter der Anteilseigner und der leitenden Angestellten.Der Aufsichtsrat hat den Vorstand beauftragt, offene Fragen wie Mitbestimmung und Bewertung zu klären.Sicherlich liefert das Konzept nur einen groben Rahmen.Zumindest für die IG Metall sind "Kernfragen offen", wie Harald Schartau, Erster Vorsitzender der nordrhein-westfälischen IG Metall und Aufsichtsratsmitglied bei Krupp, vor der Sitzung gegenüber dem Handelsblatt betonte: So seien gewisse Zahlen noch nicht "für bare Münze" zu nehmen, weil das Konzept ein "Schnellschuß" sei, um die Verhandlungen voranzutreiben.Die verschiedentlich genannte Zahl von 1655 Arbeitsplätzen, die weltweit zur Disposition stehen sollen, sei eine Summe aus im Frühherbst ermittelten Ziffern.Nun müsse man im Detail prüfen.Auch Berichte seien nicht zuverlässig, denenzufolge bei einer Fusion 11,5 Mrd.DM des Gesamtumsatzes von rund 65 Mrd.DM auf dem Prüfstand stehen sollen.Völlig offen sei auch, welche Firmen oder Unternehmensteile verkauft werden sollten.Daß der künftige Konzern fünf operative Sparten haben wird (Stahl, Automotive, Investitionsgüter, Anlagenbau und Handel) steht fest.

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