Wirtschaft : Krupp-Hoesch geht kräftig gestärkt in die Fusion mit Thyssen

Mehr Mitarbeiter beschäftigt / Jahresüberschuß wurde verdoppelt ESSEN (dpa).Nach einem guten Start ins Geschäftsjahr 1998 will der Krupp-Konzern gestärkt in die Fusion mit Thyssen gehen."Der Krupp-Konzern wird gefestigt und von einer soliden Plattform aus den Zusammenschluß mit Thyssen vollziehen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Fried.Krupp AG Hoesch-Krupp, Gerhard Cromme, bei der Bilanzvorlage am Mittwoch am Unternehmenssitz in Essen.In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hat der Konzern seinen Umsatz um 19 Prozent auf 6,4 Mrd.DM gesteigert.Der Anstieg des Ergebnisses im ersten Quartal könne mindestens mit der Umsatzentwicklung mithalten, sagte Cromme.Im Vorfeld der geplanten Fusion will der Essener Konzern im laufenden Jahr ein nur neun Monate dauerndes Rumpfgeschäftsjahr einlegen.Nach der Zustimmung von zwei außerordentlichen Hauptversammlungen von Thyssen und Krupp soll der neue Großkonzern mit rund 70 Mrd.DM Umsatz und 186 000 Beschäftigten zum 1.März 1999 - mit wirtschaftlicher Wirkung rückwirkend zum 1.Oktober dieses Jahres - starten.Für den Sommer dieses Jahres kündigte Cromme den Abschluß der internen Bewertungsarbeiten an.Sie sollen die Basis für die Ermittlung des Umtauschverhältnisses der Aktien der beiden Konzerne bilden."Krupp steht heute am Beginn einer neuen Ära", sagte Cromme.Das vorige Geschäftsjahr habe eine "tiefgreifende Zäsur" mit sich gebracht.Mit dem auf 437 Mill.DM verdoppelten Jahresüberschuß im zurückliegenden Jahr habe der Essener Konzern sogar qualitativ das bislang beste Ergebnis der vergangenen Jahre erzielt, so Cromme.Der Gewinn sei auf einer soliden Basis in mehreren Geschäftsfeldern erzielt worden und nicht nur auf dem Standbein Stahl, wie dies noch in dem bisherigen Rekordjahr 1995 der Fall gewesen sei.Krupp hat seit Jahresbeginn wieder bei den Beschäftigtenzahlen zugelegt."Wir haben einen Sockel erreicht, von dem aus wir uns fortentwickeln können", sagte Cromme.In den ersten drei Monaten des Jahres hatte sich die Mitarbeiterzahl des Konzerns um 1,6 Prozent auf 58 862 erhöht.Im vorigen Jahr war die Beschäftigtenzahl noch als Folge der Gründung der gemeinsame Stahlgesellschaft mit Thyssen um mehr als 11 000 Mitarbeiter zurückgegangen.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar