Wirtschaft : Künast-Ministerium gegen Riester-Zwang Staatssekretär: Die Produkte müssen aber einfacher werden

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Berlin (hej). Das Verbraucherschutzministerium ist gegen eine RiesterZwangs-Rente. Derartige Diskussionen seien „ziemlich daneben“, sagte der parlamentarische Staatssekretär Matthias Berninger in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Wegen der schwachen Nachfrage nach staatlich geförderten Altersvorsorge-Angeboten hatten sowohl Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) als auch Finanzminister Hans Eichel (SPD) öffentlich über die Einführung einer Zwangsrente nachgedacht. Diesen Weg will der grüne Staatssekretär nicht mitgehen. Berninger räumte jedoch ein, dass es bei der Riester-Rente Reformbedarf gibt. Nötig seien eine Vereinfachung der Vorschriften und eine bessere Transparenz: „Die Angebote müssen vergleichbarer werden“, sagte Berninger. Zudem müsse auch der Vertrieb der Renten-Produkte verbessert werden. Lösungen sollen in einem Gesprächskreis erarbeitet werden, den das Ministerium eingerichtet hat. Kritik aus der Versicherungsbranche, die Regierung werbe zu wenig für die Riester-Rente, wies der grüne Politiker zurück. Das sei nicht Aufgabe der Politik. Allerdings müsse die Regierung verstärkt über die Fördermöglichkeiten informieren, gab Berninger zu: „Viele Menschen wissen gar nicht, wie viel Geld sie verschenken.“

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