Wirtschaft : Kündigungen in Berlin

Siemens ICN streicht nach Kurzarbeit Stellen in der Region

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Siemens beschäftigt in der Region Berlin derzeit rund 15500 Mitarbeiter, vor zwei Jahren waren es noch etwa 1000 mehr. „Wir versuchen die Beschäftigung stabil zu halten“, sagt eine Sprecherin, spricht aber auch von den Problemfeldern Osram, BoschSiemens Hausgeräte und der Netzwerksparte. Bei der ICN OP Berlin beispielsweise wird es nach langer Kurzarbeit bis zum April des kommenden Jahres zu 58 betriebsbedingten Kündigungen kommen. Insgesamt wird dort die Zahl der Mitarbeiter von 714 auf etwa 600 reduziert. Diese Arbeitsplätze seien dann aber aus heutiger Sicht sicher, sagt die Sprecherin.

Die sinkende Mitarbeiterzahl in der Region erklärt Siemens auch damit, dass Berlin ein traditionell sehr produktionsorientierter Standort gewesen sei. Heute rücken Technik und Dienstleistung in den Vordergrund. So sind nur noch 6600 Siemensianer in der Fertigung tätig. Etwa 2800 arbeiten im Forschungs- und Entwicklungsbereich. Im Vertrieb, Service, Dienstleistung sind es 3300 und in der Verwaltung etwa 1700. Kerngeschäftsfelder von Siemens in Berlin sind neben der Netzentwicklung (UMTS) das Schaltanlagenwerk und das Gasturbinenwerk (Moabit), die elektronische Funk-Zug-Beeinflussung und die Betriebsleittechnik für den Transrapid (Treptow). Bei Zulieferern in der Region beschäftigt Siemens nochmals rund 10000 Menschen. Das Einkaufsvolumen beträgt etwa 2,5 Milliarden Euro. Das Produktionsvolumen in der Region erreicht jährlich ebenfalls etwa 2,5 Milliarden Euro. Siemens stellt zudem rund 1000 Ausbildungsplätze in der Region. Ausgebildet wird beispielsweise auch für Reemtsma und Schering. dr

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