Wirtschaft : Kugelfischer will besseres Ergebnis

MÜNCHEN (tmh).Die FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG, Schweinfurt, will nach einem verhagelten Vorjahr 1999 wieder an Ertragsstärke gewinnen und künftig verstärkt im Ausland produzieren.Was in Deutschland nicht mehr kostendeckend gefertigt werden könne, soll in Osteuropa, Asien oder Lateinamerika gebaut werden, kündigte der neue Vorstandschef Uwe Loos zur Bilanzvorlage in München an.Negative Auswirkungen auf die heimische Belegschaft soll das nicht haben, weil mehr qualitativ anspruchsvolle Teile in Deutschland gefertigt würden.Zudem sei eine Vereinbarung zur Standortsicherung geschlossen worden, die betriebsbedingte Kündigungen bis 2001 ausschließt, sagte Loos.Zuletzt beschäftigte der Wälzlagerproduzenten weltweit über 18 000 Mitarbeiter, davon gut 8500 in deutschen Werken.

In Brasilien und Asien haben Markteinbrüche und Wechselkursveränderungen 1998 das FAG-Ergebnis massiv unter Druck gesetzt, weil der Konzern zu spät reagiert habe.Er ließ offen, ob das der Grund für die vorzeitige Ablösung seines Vorgängers Peter-Jürgen Kreher war.Mit einem Investitionsprogramm von einer Mrd.DM bis 2002 will FAG nun stärker gegensteuern.Im laufenden Jahr soll der Jahresüberschuß auf mindestens 80 Mill.DM verdoppelt werden.Sanierungsmaßnahmen schlugen im Vorjahr noch mit 25 Mill.DM negativ zu Buche.Auch die Umsätze, die im ersten Quartal 1999 um acht Prozent wuchsen, sollen bis Jahresende weiter zulegen.

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