Wirtschaft : Kugelfischer will bis 2000 kräftig wachsen

Dividende klettert um 10 Pfennige MÜNCHEN (dpa).Die international zu den führenden Wälzlagerherstellern zählende FAG Kugelfischer will wieder zur alten Stärke zurückfinden und bis zum Jahr 2000 den Umsatz auf vier Mrd.DM steigern."Die FAG steuert weiter konsequent auf Wachstumskurs", sagte der Vorstandsvorsitzende des Schweinfurter Konzerns, Peter-Jürgen Kreher, am Mittwoch in München.Bis zum Jahr 2000 will das Unternehmen zu diesem Zweck 750 Mill.DM investieren.1997 stieg der Konzernumsatz um acht Prozent auf 3,2 Mrd.DM.Der Jahresüberschuß verbesserte sich wegen nochmals anfallender Restrukturierungsaufwendungen nur leicht um 106 auf 110 Mill.DM."Vor fünf Jahren stand FAG noch vor der Pleite, heute sind wir ein hervorragend verdienendes Unternehmen", schilderte Kreher den Weg des Konzerns, der 1992 auf dem Höhepunkt seiner Krise 439 Mill.DM Verlust ausgewiesen hatte und über 30 000 Beschäftigte zählte."Den entscheidenden Ergebnisdurchbruch erwarten wir 1999", sagte der Chef der FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG.Dann werde sich der Erfolg der Einsparungen, Rationalisierungen und Produktivitätssteigerungen deutlich zeigen.Für 1998 rechnet Kreher trotz des anhaltenden Preisverfalls mit einem ähnlichen Umsatzanstieg wie 1997 und einem entsprechend höheren Gewinn.FAG wolle auch durch Partnerschaften wachsen, größere Akquisitionen stünden nicht an, betonte Kreher.Der Wälzlagerkonzern mit weltweit über 15 800 Beschäftigten (Ende 1997) profitiert nach den Worten Krehers als bedeutender Zulieferer der Autoindustrie, des Maschinenbaus und der Luft- und Raumfahrt von dem Aufschwung in diesen Branchen.Der hohe Anstieg des Auftragseingangs um 19 Prozent auf 3,3 Mrd.1997 setzte sich im ersten Quartal 1998 mit einem Plus von 21 Prozent auf 913 Mill.DM im Konzern fort.Der Ertrag aus dem gewöhnlichen Geschäft kletterte von Januar bis März um 78 Prozent auf 41 Mill.DM.Bei der Beschäftigtenzahl im Inland von 8737 erwartet Kreher in den kommenden Jahren keine größeren Veränderungen.Vorstandsmitglied Bernd Hofmann kündigte bis Ende 1998 eine Steigerung der Beschäftigtenzahl im Konzern um rund 1000 auf fast 17 000 Stellen an.Die Aktionäre sollen für 1997 eine von 0,50 DM auf 0,60 DM erhöhte Dividende je Fünf-DM-Aktie erhalten.

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