Wirtschaft : Kunden müssen Bons sammeln

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Ab Januar wird auf alle Einwegverpackungen für Mineralwasser, Bier und Erfrischungsgetränke mit Kohlensäure ein Pfand erhoben. Für Verpackungen, die bis zu 1,5 Liter Flüssigkeit fassen, beträgt das Pfand 25 Cent. Bei Einwegverpackungen, die mehr als 1,5 Liter enthalten, liegt das das Pfand bei 50 Cent. Bepfandet werden künftig vor allem Getränkedosen und Einwegflaschen aus Glas oder Plastik. Ausgenommen sind Fruchtsäfte, Wein, Sekt, Spirituosen und Milch.

Die Verpackungsverordnung besagt, dass die Kunden Dosen und Einwegflaschen überall dort zurückgegeben können, wo Einwegverpackungen verkauft werden. In den ersten Monaten nach der Einführung des Pfandes wird das allerdings nicht der Fall sein, weil Handel und Industrie vorher ein bundesweit einheitliches Pfandsystem aufbauen müssen. Dafür hat die Branche jetzt bis zum Oktober Zeit. Vorher arbeiten die Händler mit eigenen Pfandsystemen und sie nehmen nur die Verpackungen zurück, die sie selbst verkauft haben. Die Supermärkte von Metro (Real, Extra) werden Pfandbons ausgeben, die zusammen mit der Dose zurückgegeben werden müssen. Bei den Lebensmittelmärkten von Spar erhält der Kunde für jede Dose eine Pfandmarke und der Discounter Aldi wird seine Einwegverpackungen mit speziellen Etiketten markieren. Letztlich müssen die Verbraucher in jedem Geschäft nachfragen, wie das jeweilige Pfandsystem funktioniert.

Da das Dosenpfand erst ab dem 1. Januar 2003 gilt, nehmen die Händler keine Dosen und Einwegflaschen zurück, die vor diesem Datum gekauft wurden. Der Altabfall wird also weiter in der gelben Tonne entsorgt. msh

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