Wirtschaft : Kurzmeldungen

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Die Union setzt auf Selbstbehalte:

Wer zu größerer Eigenbeteiligung bereit ist, bekommt Rabatte. Die Kassen sollen mehr Gestaltungsfreiheit bekommen.

Die Versicherten sollen nach jedem Arztbesuch eine Quittung über die erbrachten Leistungen erhalten.

Rabatte gibt es auch, wenn Versicherte Rechnungen zunächst vorstrecken.

Weiter wollen CDU und CSU Sparreserven im System heben und mit Vorsorge beim Patienten Kostensteigerungen verhindern.

Gewerkschaften: Alle Bestrebungen zur stärkeren Beteiligung von Patienten an den Kosten werden als Einstieg in die „Zwei-Klassen-Medizin“ gebrandmarkt.

Krankenkassen: Gegen Pläne, die zu Arbeitsplatzabbau führen, werden sich die mächtigen Kassen gemeinsam mit Verdi & Co sperren. Beitragsrabatte für ausgewählte Versichertengruppen würden zu Milliarden-Ausfällen bei den Kassen führen.

Ärzte: Eine Ausweitung der Transparenz zugunsten der Patienten bedeutet einen erhöhten Verwaltungsaufwand in den Praxen. Außerdem fürchten die Ärzte mehr Kontrolle und intensiveren Wettbewerb. Sie sind gegen eine Stärkung des Kassen-Einflusses.

Zwar plädiert der wahrscheinliche Koalitionspartner FDP generell für mehr Markt im Gesundheitssystem, doch die Union hat noch gut in Erinnerung, wieviel Sympathie sie die Seehofer-Reformen 1998 gekostet haben. Deshalb wird die CDU keine tiefen Einschnitte vornehmen. Reformen, die die Kassenfinanzen gefährden, wird es kaum geben. Will die CDU mehr Wettbewerb einführen, bekommt sie mit Apothekern, Krankenhäusern, Pharma-Industrie und Ärzten ähnlich große Schwierigkeiten wie die SPD.

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