Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Rechnungshof ermittelt

Der Bundesrechnungshof ermittelt offenbar gegen Verantwortliche der in Frankfurt (Oder) geplanten Chipfabrik. Hintergrund seien private Nebengeschäfte des gegenwärtig beurlaubten Direktors des staatlichen Instituts für Halbleiterphysik (IHP), Abbas Ourmazd, berichtet das ORBFernsehmagazin „Klartext“. Laut Prüfbericht des Rechnungshofs soll Ourmazd mittelbar mit knapp sieben Prozent an Communicant, der privaten Betreiberfirma der Fabrik, beteiligt sein. ddp

Nissan bekräftigt Prognose

Der japanische Automobilhersteller Nissan hat ungeachtet der anhaltend schwachen Branchenkonjunktur seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2002/03 bekräftigt. Der mit Renault verflochtene Konzern erwartet nach wie vor ein Nettoergebnis von rund 490 Milliarden Yen (3,9 Milliarden Euro) und einen Umsatz von etwa 6,8 Billionen Yen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz von 2,98 auf 3,29 Billionen Yen. Das Nettoergebnis kletterte von rund 230 auf 287,7 Milliarden Yen. dpa

Cargolifter-Umbau gescheitert

Der angestrebte Umbau der Cargolifter AG ist gescheitert. Die Aktionäre haben bisher weit weniger Finanzmittel bereitgestellt als erhofft. Die den Anteilseignern angebotene Teilschuldverschreibung hat nur 1,5 Millionen bis zwei Millionen Euro eingebracht. Nötig gewesen waren aber mindestens 20 Millionen Euro, um die Insolvenz aufzuheben und den Umbau anzugehen. Der Aufsichtsrat beantragte beim Insolvenzverwalter eine Verlängerung der am vergangenen Freitag ausgelaufenen Zeichnungsfrist. dpa

EMI in schwarzen Zahlen

Der britische Musikkonzern EMI hat im abgelaufenen Geschäftshalbjahr nach seinen Sparbemühungen wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das bisherige Ziel, den Umsatz im Gesamtjahr auf dem Niveau des Vorjahres zu halten, werde aber nicht erreicht, teilte EMI mit. Stattdessen erwarte der weltweit drittgrößte Musikkonzern einen Rückgang der Einnahmen aus dem Plattengeschäft um sechs Prozent. Der bereinigte Gewinn vor Steuern habe in den sechs Monaten rund 66 Millionen Euro betragen. rtr

Comcast kauft AT&T-Kabel

Der amerikanische Kabel-TV-Markt hat einen neuen Branchenführer. Die Comcast Corporation übernahm für knapp 30 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) in Aktien den bisherigen Ersten AT & T Broadband. Comcast, zuvor die Nummer drei, hat nun 21,4 Millionen Kunden in 41 US-Bundesstaaten und 59 000 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz beträgt mehr als 18 Milliarden Dollar. Die neue Comcast ist fast doppelt so groß wie die amerikanische Nummer zwei, die Kabelfernsehsparte des weltgrößten Medienkonzerns AOL Time Warner mit etwa 10,9 Millionen Kunden. dpa

Rücktritt bei Ampere

Der Dauerstreit zwischen dem Berliner Energiehändler Ampere und den Stadtwerken Hannover als größtem Gesellschafter führt zu personellen Konsequenzen. Stadtwerke-Chef Erich Deppe wolle sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender von Ampere so schnell wie möglich niederlegen, teilten die Stadtwerke am Dienstag mit. Auch Aufsichtsratsmitglied Ulrich Brammert wolle ausscheiden. Der Ampere-Vorstand sah die Geschäfte des Unternehmens durch die öffentlichen Auseinandersetzungen mit dem Aufsichtsrat beschädigt. dpa

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