Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Schering legt Bezüge offen

Der Berliner Pharmakonzern Schering will im kommenden Jahr die gesamten Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat offen legen. Das Unternehmen will die Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex vollständig umsetzen. Dazu gehört auch die Einrichtung eines zusätzlichen Prüfungsausschusses, die Veröffentlichung aller Unterlagen für die Hauptversammlung sowie eine Altersgrenze von 72 Jahren für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Als einer der ersten deutschen Vorstandsvorsitzenden hatte ScheringChef Hubertus Erlen bereits im Frühjahr seine Bezüge veröffentlicht. Im vergangenen Jahr verdiente er knapp 2,7 Millionen Euro. dpa

EM.TV-Vorstand sagt aus

Die früheren EM.TV-Vorstände Thomas und Florian Haffa haben ihrer Vertriebsmannschaft nach Darstellung des ehemaligen Marketingvorstandes mit ihren Umsatz- und Gewinnprognosen ein hohes Tempo vorgegeben. Die im Mai 2000 verkündeten Prognosen seien ihm vorher nicht bekannt gewesen, sagte Hans-Peter Vriens als Zeuge im Betrugsprozess gegen die Haffa-Brüder vor dem Münchner Landgericht. Nach Ansicht des Staatsanwalts war den Haffa-Brüdern bewusst, dass die Prognosen für das Jahr 2000 völlig haltlos waren. dpa

Air-France-Anteile vor Verkauf

Bei der umstrittenen Privatisierung von Air France will der französische Staat mittelfristig 30 bis 40 Prozent der Anteile an der Fluggesellschaft abstoßen. Das bekräftigte Verkehrsminister Gilles de Robien. Air France werde aber „natürlich trotzdem französisch bleiben“. Der Ministerrat segnete den Fahrplan zur Privatisierung des Unternehmens ab, das zu den größten europäischen Airlines zählt. Die Anteile sollten aber erst verkauft werden, „sobald der Markt es zulässt“, betonte Finanzminister Francis Mer angesichts der schwachen Börsen. Ähnlich wie bei France Télécom ist der Staat bei Air France derzeit noch mit mehr als 54 Prozent in der Mehrheit. AFP

Ölfirma Slawneft privatisiert

Bei der bislang größten Privatisierungsauktion in Russland haben die Ölkonzerne Sibneft und Tjumen (TNK) für 1,86 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) die Mehrheit an der Ölgesellschaft Slawneft erworben. Der 75-prozentige Staatsanteil an der russisch- weißrussischen Firma ging an das Unternehmen Invest-Oil, das bei der Auktion am Mittwoch die Interessen von Sibneft und TNK wahrnahm. Das meldete die Agentur Interfax am Mittwoch unter Berufung auf eine gemeinsame Erklärung der Unternehmen Sibneft und TNK in Moskau. dpa

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