Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

BayerAktie auf Talfahrt

Die Bayer-Aktie ist am Dienstag im Zusammenhang mit dem Lipobay-Skandal auf ein Zehnjahrestief gefallen. Der Absturz wurde von Börsianern und Analysten mit zusätzlichen Kosten in Verbindung gebracht, die im Zusammenhang mit der Lipobay-Affäre auf das Unternehmen zukommen könnten. Hintergrund sind Berichte, denen zufolge Bayer-Manager von den Problemen um den Cholesterinsenker Lipobay bereits vor der spektakulären Rücknahme des Medikaments im August 2001 gewusst haben sollen. Das Arzneimittel steht im Verdacht, für den Tod von weltweit 100 Patienten mit verantwortlich zu sein. Bayer teilte mit, man sei weiterhin fest davon überzeugt, dass das Unternehmen im Fall Lipobay verantwortungsvoll, unverzüglich und angemessen gehandelt habe. dpa

Deutz macht wieder Gewinn

Der Motorenhersteller Deutz hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder die Gewinnzone erreicht. Der Überschuss belaufe sich auf zwei Millionen Euro nach einem Verlust von 31,8 Millionen Euro im Vorjahr, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz blieb nach vorläufigen Zahlen mit 1,16 Milliarden Euro (Vorjahr 1,18 Milliarden Euro) fast konstant. Das operative Ergebnis betrug 41 (27,9) Millionen Euro. dpa

France Télécom verdient mehr

Der französische Telekomkonzern France Télécom hat im abgelaufenen Geschäftsjahr sein operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) habe 2002 knapp unter 15 Milliarden Euro gelegen nach 12,3 Milliarden Euro im Vorjahr, teilte der Konzern am Dienstag auf der Hauptversammlung mit. Die Aktionäre stimmten einer Kapitalerhöhung um maximal 30 Milliarden Euro zu und billigten wie erwartet den Entschuldungsplan für die deutsche Mobilcom. dpa

Clariant schreibt Verluste

Der Schweizer Fein- und Spezialchemiekonzern Clariant hat 2002 zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen geschrieben. Der Verlust betrug 648 Millionen Franken (rund 444 Millionen Euro) im Vergleich zu einem Minus von 1,2 Milliarden Franken 2001. Der Fehlbetrag im vorigen Jahr sei hauptsächlich auf eine außerordentliche Abschreibung bei der 2000 übernommenen britischen Spezialchemiefirma BTP zurückzuführen. Ohne Sondermaßnahmen wäre ein Nettoüberschuss von 242 Millionen Franken erzielt worden. Rund 1700 der weltweit 28000 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden. dpa

Karstadt erwartet Besserung

Europas größter Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle erwartet ein positives Geschäftsjahr 2003. „Wir haben exzellente Chancen für 2003. Der schwache Dollar sowie die niedrigen Zinsen werden einen positiven Einfluss auf unser Ergebnis haben“, sagte Konzernchef Wolfgang Urban am Dienstag in Frankfurt. Damit äußerte sich Urban erstmals zu den Aussichten für das laufende Geschäftsjahr. rtr

Gewinneinbruch bei AVA

Die Baumarktkette Marktkauf und die Konsumflaute haben der Edeka-Tochter AVA einen Gewinneinbruch beschert. Daher soll die Baumarktsparte nun radikal umstrukturiert werden. Der Gewinn stürzte von 84,4 Millionen Euro 2001 auf rund 20 Millionen Euro ab. Der Konzernumsatz sank um 2,4 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. dpa

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