Wirtschaft : Kurzmeldungen

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GELDTICKER

Streit um Vorstandsgehälter

Die Regierung will börsennotierte Unternehmen notfalls per Gesetz dazu zwingen, die genauen Gehälter ihrer Vorstände offen zu legen. Dies kündigte Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) im „Rheinischen Merkur“ an. Bislang gibt es dazu nur eine unverbindliche Anregung einer Regierungskommission unter Leitung des ThyssenKrupp-Managers Gerhard Cromme. Zypries sagte dazu: „Möglicherweise nimmt Herr Cromme die individuelle Offenlegung in den Kodex auf – oder der Gesetzgeber nimmt sich der Frage an.“ Bislang veröffentlichten die meisten Gesellschaften nur die Summe der Bezüge. dpa

Gericht stützt Steuerzahler

Der Anspruch des Finanzamtes auf Steuerzahlung ist verjährt, wenn der Steuerbescheid zwar rechtzeitig abgesandt wurde, dem Steuerpflichtigen aber nicht zuging. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in München am Mittwoch klar gestellt (Az.: GrS 2/01). Im vorliegenden Fall hatte der Kläger auf seinem Grund ein Gebäude errichten lassen. Das Finanzamt setzte daraufhin den Einheitswert des Grundstücks sowie die Höhe der Grundsteuer neu fest. Anlässlich einer Außenprüfung der Behörden gab der Bürger an, er habe den fünf Jahre zuvor verschickten Bescheid nicht erhalten. Das Finanzamt sandte ihm einen weiteren Bescheid gleichen Inhalts. Das genügt nach BFH-Ansicht aber nicht. dpa

Unabhängigkeit für Analysten

Bankenunabhängige Analysten können künftig ihre Firmenstudien über eine eigene Plattform an Unternehmen, Kreditinstitute und Fonds verkaufen. Mit dem neuen Marktmodell sollen Investmentbanking und Analyse stärker getrennt und den Analysten neue Geschäftsfelder eröffnet werden, erklärte die Berufsvereinigung DFVA als Träger der Plattform in Frankfurt (Main). rtr

BMW borgt sich Geld

Der BMW-Konzern hat sich von den Kapitalmärkten rund 1,6 Milliarden US-Dollar über den Weg einer Anleihe geborgt. Sie sei in fünf Tranchen begeben worden und zwei- bis dreifach überzeichnet gewesen, erklärte BMW am Mittwoch in München. Tsp

R+V-Versicherung trotzt Krise

Der Boom der betrieblichen Altersvorsorge und ein gutes Lebensversicherungsgeschäft haben dem R+V-Versicherungskonzern einen guten Start ins Jahr 2003 gebracht. Nach einem Plus von sechs Prozent im ersten Quartal rechne R+V für das laufende Jahr mit einem Wachstum über Marktniveau, sagte Firmenchef Jürgen Förterer. dpa

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