Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Ergo rutscht in Verlustzone

Der anhaltende Kursrutsch an den Börsen hat Deutschlands zweitgrößtem Privatversicherer Ergo im ersten Quartal dieses Jahres tiefrote Zahlen beschert. Insgesamt belief sich der Fehlbetrag auf 231 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte Ergo noch einen Gewinn von 106 Millionen Euro erwirtschaftet. Zum Jahresergebnis wollte der Konzern angesichts der weiterhin unsicheren Kapitalmärkte keine Prognose abgeben. Zur Risikobegrenzung reduzierte Ergo seine Aktienquote weiter. Im ertragsstarken Privatkunden und Personenversicherungsgeschäft blieb der Konzern unvermindert auf Wachstumskurs. AP

Nachfolger für Neukirchen

Die Großaktionäre des Frankfurter Chemie- und Anlagebaukonzerns mg technologies haben sich offensichtlich auf einen Nachfolger für den ausgeschiedenen Vorstandschef Kajo Neukirchen geeinigt. Nach Angaben des „Manager Magazins“ handelt es sich dabei um den früheren Chef des Frankfurter Mischkonzerns Agiv, Udo. G. Stark. dpa

Rodenstock plant Börsengang

Deutschlands größter Brillenhersteller Rodenstock bereitet sich mit dem Einstieg eines Großinvestors auf den Börsengang vor. Die Investorengruppe Permira werde zusammen mit dem Topmanagement 49 Prozent des Unternehmens übernehmen, die übrigen 51 Prozent verbleiben bei der Familienholding, teilte Rodenstock am Montag mit. Der Einstieg der Investorengruppe sei nötig, um weiteres Wachstum zu finanzieren.dpa

Börse drückt Axa-Überschuss

Der Kölner Versicherer Axa will trotz einer erwarteten Steigerung des Neugeschäfts keine Prognose für das Konzernergebnis in 2003 wagen. In 2002 drückten die rückläufigen Kapitalmärkte den Konzernüberschuss auf vier Millionen Euro. Im Vorjahresvergleich habe die Zahl bei 73 Millionen Euro gelegen. Die Beitragseinnahmen des Konzerns fielen durch Umstrukturierungen mit Schwestergesellschaften des französischen Mutterkonzerns auf über 6,4 Milliarden (2001: 6,8 Milliarden) Euro. dpa

Bertelsmann will AOL-Bücher

Random House, die amerikanische Buchsparte von Bertelsmann, hat laut „New York Times“ nach wie vor Interesse am Buchgeschäft des US-Medienkonzerns AOL Time Warner. Inzwischen sei der Preis möglicherweise stark genug gefallen, um Bertelsmann wieder aktiv anzulocken, berichtete die Zeitung am Montag. Zuvor hatte Bertelsmann nach Darstellung des Blatts ein Interesse an einem Kauf heruntergespielt. Die Firmen nahmen keine Stellung. dpa

NordLB stockt Vorsorge auf

Eine erneut hohe Risikovorsorge und die schwachen Finanzmärkte haben der Norddeutschen Landesbank (NordLB) das Geschäftsjahr 2002 verhagelt. Für das laufende Jahr sieht die Bank nach einem gut verlaufenen ersten Quartal allerdings erste positive Anzeichen. Eine konkrete Prognose für das Geschäftsjahr 2003 gab der Vorstandsvorsitzende Manfred Bodin am Montag allerdings nicht ab. Für das vergangene Jahr weist der Konzern eine Risikovorsorge von 268,2 (Vorjahr 321,0) Millionen Euro aus. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge ging um rund 14 Prozent auf 268,2 Millionen Euro zurück. Der Jahresüberschuss halbierte sich gar auf nur noch 25,9 Millionen Euro. dr

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