Wirtschaft : Kurzmeldungen

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PERSONALIEN

Klaus Mangold, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler Services, feiert am heutigen Freitag seinen 60. Geburtstag. Der schwäbische Hans-Dampf-in-allen-Gassen hat eine bewegte Karriere hinter sich. Er arbeitete Anfang der 70er Jahre an der deutsch-mexikanischen Handelskammer in Mexiko-Stadt, machte als Verbandsgeschäftsführer der deutschen Textilindustrie Lobbyarbeit und führte einige Jahre den Faserhersteller Rhône-Poulenc Rodia. 1991 wurde der promovierte Jurist Vorstandschef von Quelle, 1995 wechselte er überraschend zu Daimler-Benz. Mangold wurde Chef der Daimler-Benz Interservices (Debis), die seit 1998 ihren Sitz am Potsdamer Platz in Berlin hat. Ende dieses Jahres scheidet Mangold aus dem Daimler-Chrysler-Vorstand aus. Dem Konzern bleibt er als Beauftragter für Osteuropa verbunden. Und von Berlin aus wird Mangold als Vorsitzender des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft weiterhin viel unterwegs sein.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen den Verlagserben Alexander Falk erlassen. Sein Anwalt kündigte an: „Herr Falk wird sich am Freitag den Behörden stellen.“ Die Staatsanwälte ermitteln gegen den Erben des Falk-Verlags und andere Manager aus seinem Umfeld wegen des Verdachts des schweren Betrugs und des Verstoßes gegen das Aktiengesetz. Die Männer sollen den Aktienkurs der Internet-Firma Ision durch Scheingeschäfte beeinflusst haben, um einen unrealistisch hohen Verkaufspreis zu erzielen. Falk verkaufte Ision Anfang 2001 für 812 Millionen Euro an die britische Energis, die dadurch in die Insolvenz ging. Die Kleinaktionäre der Ision verloren ihr Geld.

Die amerikanische Lifestyle-Moderatorin Martha Stewart ist nach einer Klage wegen Wertpapierbetrugs und Verschwörung vom Chefposten ihrer Firma Martha Stewart Living Omnimedia (MSO) zurückgetreten. Die US-Börsenaufsicht SEC wirft Stewart Insiderhandel vor. Die Moderatorin hatte 4000 Aktien der Biotech-Firma ImClone verkauft – einen Tag bevor die Arzneimittelbehörde die Zulassung eines ImClone-Medikaments ablehnte. ImClone wurde damals von einem Freund Stewarts geleitet. Stewart vermied beim Verkauf der Aktien Verluste von rund 45000 Dollar. Sie erklärte sich für „nicht schuldig“.

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